Let´s award “Europe´s Female Angel Investor of the Year 2023” – the countdown for nomination runs!

Business Angels Deutschland e.V. (BAND), the national federation of the business angels market in Germany, and Business Angels Europe (BAE) will award the annual prize “Golden Aurora” for Europe’s Female Angel Investor of the Year 2023.

The winner of the Golden Aurora is expected to serve as an ambassador for Female Angel Investing in Europe. A clear objective is to motivate more women to become Angel Investors. BAND has declared the “Women Angels Mission ‘25“ to achieve the goal of a total of 25% female Business Angels in Germany by 2025 (more info: www.womenangelsmission25.de)

Who is eligible to be nominated?
Any active female angel investor with a permanent residence in Europe

Who can nominate?
The female angel investor is to be nominated by anyone, be it one of her portfolio start-ups or a colleague. The nomination should answer the following questions: How does she support start-ups, both in terms of financing and entrepreneurial backing? What is special about working with her?

How do I nominate an angel?
The nominations can be supplied until May, 1st 2023 here: Golden Aurora 2023: Call for Proposal – Business Angels Deutschland e.V. (business-angels.de)

A jury of experienced angel investors and distinguished players of the ecosystem all over Europe will decide on the winner. The ceremony will be held on July, 5th 2023 in Berlin.

All information about the nomination can also be found in this PDF file.


Background
The angel investment ecosystem has been on a steady rise throughout Europe in recent years. However, women entrepreneurs acting as business angels still seem to be somewhat underrepresented. In 2017, Business Angels Deutschland e.V. (BAND) decided to put an end to that and shed light on the important contributions of Female Angels to the economy by awarding the first-ever European Female Angel of the Year with the Golden Aurora Award.

Why Golden Aurora?
In Roman mythology, Aurora opens the gates of the sky to allow the sun to rise. Female Angels also open gates for their start-ups that may result in golden opportunities. Also, the award is able to shed light on the contributions of Female Angels like Aurora sheds light every dawn.

Female Funding ‘23: die Finalistinnen im BAND Interview

Im Rahmen der Women Angels Mission ‘25 fand am 9. März die diesjährige Ausgabe des Female Funding Events mit mehr als 150 Teilnehmer*innen statt und es haben sich wieder zahlreiche Start-ups um die begehrten Pitch-Plätze beworben: Über 100 Teams wollten ihre Ideen präsentieren. Ein Screeningkomitee von erfahrenen Angel Investor*innen hat im Vorfeld entschieden und die Top 10 Start-ups gewählt. Während des Events durfte dann noch im Public Voting entschieden werden, welches Team den besten Pitch gezeigt hat. Um zu erfahren, wer hinter den Top 2 Teams des diesjährigen Female Funding Events steckt, hat BAND die beiden Gewinnerinnen zu einem Interview eingeladen.

Herzlichen Glückwunsch an Sie, liebe Frau Kahle und Frau Rettegi, zu den großartigen Platzierungen Ihrer Start-ups beim diesjährigen Female Funding ‘23-Event. Sie beide haben große Wertschätzung erfahren, indem Ihre Unternehmen nicht nur vom Screeningkomitee im Vorhinein in die Top 10, sondern auch von der Online-Community während des Events auf die beiden ersten Rankingplätze gewählt worden sind.

Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit nehmen und dieses Interview mit mir führen.

BAND: Könnten Sie sich kurz vorstellen? Seit wann gibt es Ihr Unternehmen?

Julia Kahle: Ich bin Julia Kahle, Co-Founderin von Heynannyly, einem HR Tech Start-up. Außerdem engagiere ich mich als Landessprechende beim Startup Verband und bei Startup Teens. Als Mutter und mit 15 Jahren Background im Konzern HR treiben mich die Themen Vereinbarkeit und Equality voran. Zusammen mit meiner Mitgründerin Anna Schneider bin ich seit gut 1,5 Jahren mit Heynannyly unterwegs.

Lilian Rettegi: Mein Name ist Lilian Rettegi. Ich bin Ärztin, Gründerin und CEO vom HealthTech-Startup Idana mit Sitz in Freiburg i. Br. Die Medizin war für mich immer der schönste, sinnhafteste Beruf. Ich habe Medizin studiert, um es zu praktizieren, aber ich habe gemerkt, dass der Arbeitsalltag leider nur zum Bruchteil direkte Patientenversorgung ist. Die vielen bürokratischen Tätigkeiten, das Gefühl des ständigen Hinterherlaufens und Versorgung nicht so machen zu können, wie ich das gerne wollte, haben mich sehr belastet.
Dann lernte ich 2016 meinen Mitgründer Lucas Spohn kennen. Er war als Arzt an einem ähnlichen Punkt wie ich, hatte sich aber mit dem Thema Unternehmensgründung schon auseinandergesetzt und stellte mir seine Idee zur Software für Arztpraxen Idana vor. Ich fand, das hat ein riesiges Potenzial und sofort war meine Abenteuerlust geweckt. Es war an der Zeit, den verstaubten Praxisalltag zu digitalisieren und ins neue Zeitalter zu überführen. So gründeten wir zusammen mit unserem dritten Mitgründer und erfahrenen Softwareentwickler Jerome Meinke im Oktober 2016 die Tomes GmbH, die Firma hinter Idana.

BAND: Elevator-Pitch: was ist Ihr Geschäftskonzept in einem Satz?

JK: Mit unserer On-Demand, Trusted Betreuung für Kinder & Alltagshelfer für Senioren schließen wir die Care-Gaps und sind als Arbeitgeber Benefit mit Steuervorteilen für Unternehmen aller Größen und Branchen buchbar.

LR: Würden Sie einen Patienten behandeln ohne genau zu wissen, was er hat? Wahrscheinlich nicht. Denn so ist keine zielführende Behandlung möglich. Eine gute Patientenaufnahme dauert mindestens 20 Minuten, zur Verfügung stehen aber nur 2! Mit so wenig Kennenlernzeit wird jeder Patient zum Überraschungsei und die Folge ist ein unzufriedenstellendes Arztgespräch und im schlimmsten Fall die falsche Behandlung.
Idana ist eine Software für Arztpraxen für die digitale Patientenaufnahme, Anamnese und Aufklärung. Verstehen Sie Idana wie eine sehr gute Medizinstudentin mit unendlicher Zeit. Sie übernimmt die komplette Patientenaufnahme und stellt sicher, dass alle Informationen vorab vorliegen und dokumentiert sind, stellt so eine optimale Behandlung sicher und spart ganz nebenbei 4 Minuten pro Patient. Praxen bezahlen für die Software inklusive Onboarding und Support 1188 € pro Arzt pro Jahr. Dank der 4 Minuten Zeitersparnis pro Patient hat die Praxis nach kurzer Zeit ein Vielfaches des Invests wieder drin. 

BAND: Was ist das Ziel Ihres Unternehmens und welche Vision haben Sie für die Zukunft?

JK: Wir möchten Care-Arbeit neu denken und all diejenigen flexibilisieren und unterstützen, die neben ihren Jobs auch Verantwortung für Kinder oder familiennahe Angehörige tragen. Durch die Sicherstellung der Betreuung schaffen wir Planbarkeit und echten ROI für Unternehmen, die diese Services für ihr Mitarbeitenden finanziell unterstützen. Dadurch können sich auch Menschen aus niedrigen Einkommensgruppen unsere hochwertige Betreuung leisten. Für mehr Equality, Chancengleichheit und gegen den Fachkräftemangel.

LR: Idana gibt es, weil wir es als Ärzte nicht ertragen haben, wie weit der medizinische Alltag vom Idealbild entfernt ist. Es brauchte eine Software von Ärzten für Ärzte, die echte Alltagsprobleme in der Praxis behebt und mehr Zeit für die Versorgung schafft.
Bereits heute sind mehr als 1 Mio. Patient:innen digital mit Idana aufgenommen worden. Die Vision ist, dass in 10 Jahren jeder 2. Patient mit Idana digital aufgenommen wird.

BAND: Nehmen Sie öfters an Pitch-Events teil? Erachten Sie dieses Format als wichtig für die Visibilität Ihres Unternehmens?

JK: Ja und absolut. Start-ups wie unseres kennt erstmal keiner – um andere für unsere Innovation begeistern zu können, brauchen wir die Bühne. Und jeder Angel hat ja auch über das Thema Investition noch Kontakte oder eine verantwortliche Position in Unternehmen. Ein doppelter Mehrwert und Grund für unsere BAND Pitch Bewerbung.

LR: Wir haben schon öfter an Pitch Events teilgenommen und auch oft Preise und Förderungen für unsere Idee gewonnen, wie z.B. gleich im 1. Jahr unserer Gründung das Landesfinale des Elevator Pitch Events oder die Innovationsgutscheine High Tech des Landes Baden-Württemberg. Gerade in den ersten Jahren nach der Gründung waren das gute Formate, um das Netzwerk aufzubauen und bekannter zu werden. Wir befinden uns aktuell im Fundraising, deshalb sind Pitch Events für uns gerade wieder aktuell, um Business Angels, VCs und weitere Investoren für unsere Serie A Runde zu gewinnen.

BAND: Haben Sie über unser Event Kontakt zu Angel Investor*innen aufnehmen können? Wofür benötigen Sie im Moment Kapital?

JK: Ja; für den Aufbau des Sales-Teams, Wachstum.

LR: Ja, es haben sich nach dem Event ein paar Angels direkt per Email und LinkedIn an mich gewandt. Mit einem Business Angel sind wir auch tiefer in die Gespräche eingetaucht. Hilfreich wäre im Nachgang vielleicht noch einmal ein Aufruf an die Teilnehmer:innen, sich gerne direkt bei mir zu melden. Mit unserem Unternehmen befinden wir uns jetzt an einem Punkt, an dem alle Teams aufgebaut sind inkl. Middle Management, Vertriebs- und Marketingkanäle sind etabliert und unser Produkt ist bei 700 Kunden deutschlandweit im Einsatz. Wir wissen, wo weitere Finanzmittel am besten investiert sind, um das Unternehmen zu skalieren. Dafür sammeln wir 4 Mio. € ein. Die größten Wachstumstreiber, in die wir investieren werden sind: Aufbau des Partner Sales, Aufbau des Key Account Sales und Entwicklungsressourcen für den Launch wichtiger Produktmeilensteine wie der digitalen Aufklärung und API für Kooperationspartner. So stellen wir sicher, dass wir unseren Wachstumskurs halten und noch steigern werden und unsere Positionierung im Markt als Marktführer zu halten.

BAND: Haben Sie bereits eine/n Angel Investor*in? Wenn ja:
a. wie würden Sie Ihr Verhältnis beschreiben?


JK: Wir haben inzwischen 8 Angel Investor:innen bei uns an Bord und pflegen mit allen eine offene Kommunikation und einen kurzen Austausch bei Updates via WhatsApp. Bei speziellen Fragen und besonderen Herausforderungen können wir auf das Wissen und den Support unserer Angel zurückgreifen.

LR: Ja, wir haben einige Angel-Investoren in unserem Captable, mehr als 10 unserer Kunden sind z.B. selbst Investoren, was uns besonders stolz macht. Wir sind mittlerweile keine unerfahrenen Gründer mehr, wir haben schon mehrjährige Erfahrung mit Investoren, wir können Reporting und kennen unsere Zahlen. Mit uns kann man gut arbeiten und man kann sich auf uns verlassen. Dieses Feedback erhalten wir jedenfalls von unseren Bestandsinvestor:innen. Außerdem nutzen wir regelmäßig die Netzwerke und den Rat unserer Investoren für unser Wachstum.

b. Wie haben Sie sie/ihn gefunden? Wie hat der Entscheidungsprozess stattgefunden?

JK: Unsere ersten Angel kamen über LinkedIn (wir haben Sie kalt angeschrieben) und dann über Empfehlungen im Netzwerk. So hat ein bereits investierter Angel z.B. einen weiteren für uns begeistert und an Bord gebracht.

LR: Die meisten unserer Investoren haben wir über unsere Kunden oder unsere Netzwerke gewonnen. Der Prozess beginnt mit einem Kennenlern-Video-Call, danach teilen wir unseren Datenraum zur detaillierten Einsicht unserer Unternehmenszahlen und bereits meist nach einem 2. Call können beide Seiten schon relativ sicher sagen, ob man zusammenkommt.

BAND: Welche Formate wären für Sie wichtig, um mit potenziellen Angel Investor*innen in Kontakt zu kommen? Haben Sie Wünsche?

JK: Virtuelle Formate wie das genannte Female Funding-Online Event sind schnell und unkompliziert zugänglich, daher aus meiner Sicht gerade als Gründerin sehr gut wahrnehmbar. Zeit und auch Reisekosten sind immer ein Faktor im Start-up. Eine Spezialisierung der Themen oder Start-ups für solche Events könnte noch helfen, um die Vorauswahl für Angel und Start-ups einfacher zu machen z.B. Tech-Fokus oder Health oder HR etc. Am Ende zählt zumindest bei uns, dass es in gewisser Weise smart money ist – sprich KnowHow oder Marktzugang in für uns relevanten Bereichen eröffnet.

LR: Das BAND Pitch Event fand ich super effizient und man hat die Bühne vor einer Vielzahl von potenziellen Investoren erhalten. Es waren so viele Teilnehmer dabei, dass ich mir mehr Rückmeldungen erhofft hatte im Nachgang. Ich stelle mir vor, dass die anderen Start-ups, die nicht den 1. Platz gemacht haben, noch weniger Rückmeldung erhalten haben. Hier wäre vielleicht ein Follow-Up seitens der Veranstalter an die Teilnehmer:innen wünschenswert.

BAND: Was möchten Sie in fünf Jahren erreicht haben?

JK: Die Nummer 1 in DACH für Unternehmen, wenn es um Must-Have Benefits / Wellbeing & Care-Support geht.

LR: In 2023 werden wir zwei große Vertriebsmarken überschritten haben: 1000 Kunden und 1 Mio. € ARR. Außerdem launchen wir zwei große Produktinnovationen, die digitale Aufklärung und die API für Kooperationspartner, mit denen wir weitere Märkte erschließen können. Wenn alles nach Plan läuft, werden wir in 5 Jahren 10.000 Kunden und Break Even erreicht haben und unser Unternehmen auf den Exit vorbereiten. Natürlich möchten wir weiterhin auch bei einer viel größeren Mitarbeiterzahl, immer noch Top Arbeitgeber sein und eine Arbeitsatmosphäre bieten, die motiviert und Spaß macht.

Vielen Dank für Ihre Zeit und die Beantwortung meiner Fragen.
Alles Gute für die Zukunft!


Kontaktdaten Idana:

Dr. Lilian Rettegi

ceo@idana.com

LinkedIn

Kontaktdaten heynannyly:

Julia Kahle

julia@heynannyly.de

LinkedIn

Viele neue begeisternde female Start-ups im „Women Entrepreneurs Parcours“ (WEP)

Im Nachgang der diesjährigen Ausgabe des erfolgreichen Female Funding ´23-Online-Events am 9. März 2023 haben sich viele neue female Start-ups für den Women Entrepreneurs Parcours angemeldet. Gründerinnen aus den verschiedensten Branchen, z.B. Fashion & Beauty, Handel/E-Commerce, IT & Software, Medizintechnik/Digital Health oder Online Plattformen & Dienstleistungen, nutzen die Chance, sich und ihr Unternehmen vorzustellen und dadurch noch visibler zu werden.

Über 150 Start-ups sind bereits auf dem „Women Entrepreneurs Parcours“ (WEP) gelistet – und die Zahl steigt! Start-ups, deren Gründungsteam mindestens zur Hälfte aus Frauen besteht oder deren CEO eine Frau ist, haben beim WEP die Möglichkeit, ihre Idee vorzustellen. Der Parcours ist Teil der Awareness-Kampagne „Women Angels Mission‘25“.  

Wenn Sie Ihr „Female Start-up” ebenfalls auf der WEP Plattform präsentieren möchten, schicken Sie gerne eine E-Mail mit Kurzbeschreibung zur Geschäftsidee (400 Zeichen), Logo und Kontaktdaten an band@business-angels.de – mit dem Stichwort „WEP” im Betreff.

bga & BAND: Female Financing Fachaustausch

Die bga – bundesweite gründerinnenagentur und Business Angels Deutschland (BAND) gehen am 15. März 2023 in einen gemeinsamen Fachaustausch mit Fokus auf Female Financing. Dr. Ute Günther und Anne Degenhardt, BAND, sowie die regionalverantwortlichen Vertreterinnen der bga-Fachgruppe Female Financing  tauschen sich u. a. zum Fortschritt der BAND Awareness-Kampagne “Women Angels Mission ’25” für mehr Female Angel Investing sowie maßgeblichen Handlungsfeldern aus. Ziel ist es, Gründerinnen, weiblich geführte Start-ups und Investorinnen in Deutschland weiter zu stärken. 

Interview with Lin Gong-Deutschmann – “Europe’s Female Angel Investor of the year 2022“

Dear Mrs Gong-Deutschmann, first of all, on behalf of BAND and BAE, I would like to congratulate you on your title as “Europe’s Female Angel Investor of the year 2022”. I would really appreciate your answers to the following questions. Thank you very much in advance.

Were you familiar with the award “Europe’s Female Angel Investor of the year” through BAND or BAE? What does this prize mean to you? Did you expect winning the prize?

Yes, of course I have been following BAND’s annual awards over the past years and I have always been very inspired by the candidates and the impact they have created. I am deeply honoured and humbled to receive such a prize among those amazing nominees. It was indeed a surprise for me, as I know there are many great female angel investors out there who have also deserved this prize.

How did you experience the ceremony and gala dinner in Leipzig? What did you think about the laudatio which was held for you?

It was a magical evening with such a warm and positive energy in the room. I was happy to catch up again with friends, founders and colleagues, whom I have only met virtually in the past 2-3 years. The laudatio from Cornelia was truly touching and it was one of the most memorable moments for me. Especially the positive quotes from the founders I backed meant the world to me. My mission is to serve the start-ups, to serve the founders, that’s what drives me to be an investor and I cannot think of any better job.

Do you see an opportunity to use the award to increase your ambassador activities as female angel investor? Do you know the ratio of male and female investors in Sweden? Do you see a potential in a changing investment behaviour?

Let me start with a clear statement – The start-up ecosystem and also our economy needs more female leaders, and in general more diversity in order to prosper in the long-term. According to research by Boston Consulting Group, for every dollar of investment raised, female-run start-ups generated on average more than twice the revenues as compared to male-run start-ups. Also, according to many international studies, women have a slight edge over men when it comes to long-term gains. But yet, there is only about 2% funding going into female start-ups and women are still representing less than 10% venture capitalists today. It’s really not about women are better, but about diversity leads to success. Diversity of course does not only refer to gender, but also social-demographic segments, industry and cultural backgrounds.  There are many studies about founders with migrant backgrounds, too. Most Billion-Dollar Start-ups in The U.S. are founded by immigrants. The biggest hurdle for women is still lack of confidence. As a women, a mom and an immigrant, I feel the responsibility to voice it, to encourage and inspire others. Together we make the change. A change that the entire ecosystem benefits from, a win-win.

What about your start-up investments? How does your portfolio look like and do you have a special investment focus or strategy (i.e. EdTech)? What is the first thing you want to find out getting to know new start-ups? 

Currently I have a portfolio of 16 start-ups and I am aiming for a portfolio of 50 in the next 4-5 years. My focus is applied AI, or data-first companies, industry agnostic, and preferably impact-driven topics. The venture capitalist Marc Andreessen has once coined the biggest transformation today – “software is eating the world”, now “software is the world”, and I believe the next generation software will be smarter, solving problems using not only deterministic approaches (based on logical commands) but also using probabilistic methods (based on statistical inferences), in order to solve more complex problems with better insights, more accurate predictions, faster implementation and lower costs.

We are all gifted in different ways and the beauty of angel investing is that there is no silver bullet, and everyone could succeed in their own way. My strengths lie in the ability to connect different dots, to recognize unfolding patterns and to identify potential success drivers and models within it. Therefore I try to drill deep in founders’ view about the big picture, the future they envision, and their conclusion of selecting certain business models and technologies. I am looking for original thoughts, the capability of thinking through a complex topic, the instinct and resourcefulness of navigating through unclear and dynamic markets. It is at the same time a bonding process, I want to feel their dreams, struggles and hunger.

What are the main skills of a business angel apart from the finances? How would you rate mentoring and being a sparring partner for entrepreneurs?

You need to have 3 things to be an angel investor: money, expertise and network. You may not need all 3 at a top level to start with, but it is very important to have a spike somewhere, to differentiate and give a clear argument for the best founders to remember and choose you. From all 3 factors I believe network is most important and actually it is also the easiest to build in a relatively short period. I know many great angel investors have started by just being helpful and generous, with advice, and making connections. Remember, it is an ecosystem, founders are super active networkers, so your reputation travels fast and far. Therefore being helpful is essential, not only with the start-ups you have interest in, or have invested in, but all start-ups you get in touch with. Be honest, helpful and generous, it will not only get you to the table, it is also the key to stay at the table.

Can you tell us a bit about the Swedish start-up ecosystem. Are there special trends in Sweden? How would you evaluate them?

Sweden enjoys a great international reputation for a vibrant and successful start-up ecosystem. I used to joke and say everyone in Sweden is an investor. Swedes are generally very open for innovation. They are often early adopters and they do see themselves being the leader and staying as a leader in some topics like equality and sustainability. It is not by luck but the success is very much fuelled bottom up. Companies allow employees to run start-ups next to their daily jobs. Universities have accelerators and/or start-up hubs. Municipalities invest in building local start-up communities, offering courses and organizing events. At the same time, the market seems to be more liquid – the revenue requirement for an IPO in the Swedish stock exchange is relatively low and there is a very active secondary market. Sweden is a consensus-driven society. Most investors belong to one or another angel group or invest only with their friends and not alone. It reduces risk and enables diversification. It is also common to see much smaller ticket size at early stage, or people pool their money in one vehicle, and if the start-up is doing well, there will be investors at later stage to buy out the smaller investors from earlier rounds. So you don’t always have to wait for an IPO or takeover to cash out your wins.

What are you hopes and wishes for the angel investing future, especially the female one?

I wish more successful female leaders, founders and investors would come out and talk about their stories. Personally I don’t like spotlight and I am not good at personal marketing. For a very long time I thought it is wrong to even publicly speak about one’s success. I’m sure many women think in the same way. But in order to catalyse change, we need inspirations and examples. Therefore it is actually our responsibilities to share our journeys, learnings and give it a voice. Together we create an equal and sustainable future for our kids.

May the start-ups lift up the world, and may we lift up each other.

Thank you very much for your time.

„Female Funding ‘23“

Nach dem großen Erfolg der letzten Ausgaben des Formats wird es auch in diesem Frühjahr das digitale Event „Female Funding“ geben! „Female Funding ‘23“: Spannende Geschäftsideen von Gründerinnen treffen am 9. März 2023 von 15:00 bis 18:00 Uhr auf die geballte Power von Women Angel Investing.

Start-ups, in deren Gründungsteams mindestens so viele Frauen wie Männer sind, deren CEO eine Frau ist oder Start-ups, die von einer einzelnen Gründerin betrieben werden, können sich bis 20.02.2023 für einen der „Female Funding ’23“-Pitchplätze (der Pitch von einer Gründerin oder einem Gründerinnenduo gehalten wird) bewerben.

Zur Anmeldung geht es hier. Die Agenda finden Sie hier.

Interview mit „WAM’25“-Partnerin und Angel Investorin Katja Ruhnke

Katja Ruhnke ist Angel Investorin und hat gemeinsam mit ihrer Schwester Conny Höhrl die CK Venture Capital GmbH aufgebaut. Vor ihrem Einstieg in die Start-up Szene hat Katja Ruhnke viele Jahre als Musicaldarstellerin gearbeitet. In ihrem Buch „Female Money“ hat Katja Ruhnke die Rolle von Angel Investorinnen unter die Lupe genommen und ist überzeugt davon, dass Frauen in Zukunft eine viel bedeutendere Rolle als Investoren spielen werden. Deswegen ist die Unterstützerin der „Women Angels Mission ’25“ die perfekte Gesprächspartnerin für dieses Interview… 

Liebe Frau Ruhnke, Sie sind seit Kurzem bei Whyzzer und Upstrive investiert. Mögen Sie einmal erzählen, was deren Geschäftsideen sind, wie Sie auf sie aufmerksam wurden und wie Ihre Beteiligung aussieht?
Beide Beteiligungen sind EdTech Unternehmen, auch wenn sie in ganz unterschiedlichen Bereichen der Bildung zu Hause sind. Upstrive ist eine Wellbeing-App, die es Schüler*innen, Student*innen und Mitarbeiter*innen ermöglicht, eigene Gefühlslagen in einem geschützten Raum mitzuteilen, z.B. Vertrauenslehrer*innen, Klassenlehrer*innen oder auch Chef*in oder Abteilungsleiter*in, ohne dass man dem Druck der sozialen Medien ausgesetzt wäre. Besonders Lehrer*innen bekommen so wieder mehr emotionalen Zugang und ein Gefühl für ihre Schüler*innen, welche besonders in der Corona Zeit abhandengekommen sind.

Whyzzer hat es sich zur Mission gemacht, eine Social Media Plattform mit wertvollen Bildungsinhalten zu entwickeln. Sozusagen ein Instagram / TikTok für Erwachsene ohne die üblichen, zeitfressenden Katzenvideos. Spannend ist hier, dass die Gründer Hollywood Schauspielerin Kelly Rutherford als Mitgründerin an Bord holen konnten. Kreatoren z.B. aus dem Bereich Meeres- und Umweltschutz bietet die Plattform die Möglichkeit, unkompliziert mit ihren Followern in eigenen virtuellen Räumen in Kontakt zu treten. In Zukunft soll auch ein Tool zur einfachen Contenterstellung integriert werden.

Gibt es etwas, dass all‘ Ihre Start-ups verbindet – außer, dass sie Sie als Business Angel haben?
Alle Unternehmen haben die Mission, positive Veränderungen zu bewirken. Ansonsten sind wir schon sehr breit aufgestellt, das heißt, die Geschäftsfelder der Start-ups sind alle sehr unterschiedlich. Aber eines verbindet alle, es sind ausnahmslos wirkliche tolle Gründer*innen-Persönlichkeiten, die sich mit voller Leidenschaft für ihr Unternehmen einsetzen.

Wie ist die Zusammensetzung qua Geschlecht in „Ihren“ Start-ups und spielte die Zusammensetzung eine Rolle für Ihre Investitionsentscheidung?
Wir haben 14 Investments, davon haben 7 eine Gründerin im Team. Ich denke, das ist eine ganz gute Quote, wenn man sich die allgemeinen Statistiken anschaut und deutlich weniger Frauen gründen als Männer. Ich freue mich immer unglaublich, wenn ich Gründerinnen unterstützen kann, aber grundsätzlich gilt für uns: Wir investieren in Menschen und nicht in Geschlechter. Außerdem sind gerade die rein männlich besetzten Gründerteams für die Expertise und den Blickwinkel von Investorinnen besonders dankbar.

Wie ist denn grundsätzlich bei CK Ventures Ihr Fokus in diesem Zusammenhang? Sie engagieren sich ja als Partnerin in der „Women Angels Mission ‘25“, deren Ziel es ist, neben mehr weiblichen Angels auch mehr female Founders an den Start zu bekommen. Suchen Sie gezielt nach weiblichen Teams?  
Nein, wie gesagt suchen wir bei den Direktinvestments nicht gezielt nach Frauen, aber engagieren uns über unsere Investments hinaus für Female Founders z.B. durch Mentorings o.ä. Wir sind auch im Auxxo Fund von Bettine Schmitz und Dr. Gesa Mizcaika investiert, welcher ausschließlich in Start-ups mit einer Frau im Gründungsteam investiert. Zudem setzen wir uns vor allem für die Gewinnung neuer Investorinnen ein, denn Studien zeigen, dass Frauen gerne in Frauen investieren und somit hoffentlich endlich irgendwann der Gender Gap beim Fundraising geschlossen werden kann. Deshalb habe ich auch das Buch „Female Money“ geschrieben, um Frauen Mut zu machen, in Start-ups zu investieren.

Erfreulicherweise bildet sich unter den Female Angels zurzeit eine eigene Community heraus. Haben Sie auch den Eindruck, dass diese ein Stückweit unter sich bleibt?
Jein, Angel Investments wirken von außen oft wie ein elitärer Boys Club, in dem jedes Mitglied weiß, wie der Hase läuft. Deswegen ist es auch gut, dass es geschützte Räume für Frauen gibt, wo sie sich dem Thema erstmal nähern dürfen, ohne Angst zu haben, dass sie sich womöglich mit ihren Fragen lächerlich machen könnten. Aber ich kann den Eindruck des elitären Boy Clubs nicht teilen, im Gegenteil, meine Schwester und ich wurden stets mit offenen Armen empfangen, auch bei den männlichen Angels gibt es mehr oder weniger Erfahrene. Zukünftig wünsche ich mir mehr Durchmischung, denn der große Mehrwehrt entsteht nur durch gute Zusammenarbeit von beiden Geschlechtern. Leider bin ich aber auf einigen Konferenzen immer noch die einzige anwesende Investorin.

Wo sehen Sie grundsätzlich Gründe für den deutlich geringeren Anteil weiblicher Business Angels oder um es mit der Frage aus Ihrem Buch „Female Money“ zu sagen: „Warum gibt es eigentlich nicht mehr Investorinnen?
Erstens Sichtbarkeit, ich denke, viele Frauen, aber auch Männer, wissen gar nichts über Start-ups und schon gar nicht wie man in diese investiert. Kein Wunder, wenn schon Aktieninvestments bei uns in Deutschland immer noch nicht in der breiten Bevölkerung praktiziert werden. Damit wären wir auch schon bei zweitens, finanzielle Bildung, wir müssten schon viel, viel früher mit der finanziellen Bildung beginnen. Ich halte es für eine Schande, dass damit nicht schon ernsthaft in der Schule begonnen wird. Damit nimmt man den Menschen schon früh die Chancen, langfristig Vermögen aufzubauen. Wer schon in jungen Jahren z.B. in ETFs investiert hat, den werden später Start-up Investments auch nicht mehr schrecken. Und dann gibt es noch die ungleiche Vermögensverteilung zwischen Männern und Frauen, wodurch Frauen oft einfach weniger Kapital zur Verfügung haben.

Und wie hängt der ebenfalls deutlich geringere Anteil an Gründerinnen damit zusammen, bzw. gibt es für Sie eine davon unabhängige Erklärung?
Weniger Investorinnen bedeuten weniger Kapital für Gründerinnen, denn aufgrund  des Unconscious Bias investieren wir gerne in unser eigenes Geschlecht, das ist uns vertrauter und fühlt sich somit weniger risikoreich an. Gründerin zu sein, war meiner Ansicht nach bisher überhaupt kein greifbares Berufsbild für Frauen. Das ändert sich aber stetig, natürlich auch durch entsprechende Rolemodels.

Wo sehen Sie aktuell die größten Hürden für Investorinnen?
Ich sehe eigentlich keine Hürden speziell für Investorinnen, allgemein wird das Marktumfeld aktuell einfach schwieriger, aber das gilt ja für alle. Ich sehe eher auf die Gründerinnen noch mehr Hürden beim Fundraising zukommen, da jetzt alle Investoren besonders die Angels zurückhaltend bei Neuinvestments sind.

Wie finden Sie spannende neue Start-ups? Sind Sie über die Plattform „Woman Entrepreneurs Parcours“ (WEP) auf der Website der „Women Angels Mission ‘25“ schonmal auf neue Teams aufmerksam geworden?

Wir bekommen mittlerweile so viel Deal Flow über warme Intros, dass wir selber gar nicht mehr aktiv suchen müssen. Außerdem haben wir unser Portfolio aktuell geschlossen. Mehr als 14 Investments sind einfach nicht zu schaffen, zumal Conny und ich ja auch noch eigene Unternehmen führen und unsere Zeit begrenzt ist. Zum Beispiel eröffnen wir im November mit dem CK Workspace unseren ersten eigenen Coworking Space in Unterschleißheim (bei München), dort möchten wir GründerInnen einen physischen Ort bieten, um ihre Ideen zu entwickeln, aber auch, um mit Investor*innen in Kontakt zu kommen. Denn das haben wir mittlerweile gelernt, das Fundraising ist mit das Schwierigste beim Start-up Aufbau.

Haben Sie herzlichen Dank für Ihre Zeit und alles Gute für Sie, Frau Ruhnke!

Zahl weiblicher Business Angels ist angestiegen

In einer Sonderauswertung hat der startupdetector report 2021 auch im Hinblick auf die BAND Kampagne „Women Angels Mission ‘25“  das Thema „Female Angel Investing“ in Deutschland untersucht…

Die gute Nachricht: Es gibt mehr weibliche Business, laut startupdetector report 2021 beläuft sich die Zahl auf 200 Frauen mehr, die im Jahr 2021 im Vergleich zu 2020 in ein Start-up investiert haben – eine bemerkenswerte Zahl und eine Steigerung um fast 50 Prozent auf insgesamt 582 Angel Investorinnen. Auffällig ist, dass weibliche Angels signifikant öfter als ihre männlichen Pendants in Start-ups mit Gründerinnen im Team investieren – rund anderthalbmal häufiger. Hier scheint sich erneut zu bestätigen, dass es sehr sinnvoll ist, im Rahmen der BAND Kampagne „Women Angels Mission ‘25“ auch ganz bewusst female Start-ups zu adressieren. Interessant ist auch der Blick auf der Branchenfokus der Angel Investorinnen. In absoluten Zahlen haben die meisten Investorinnen im Bereich Medizin investiert (109). Prozentual war der Antal weiblicher Angels mit knapp 19 Prozent im Bereich „Rechtsberatung“ aber noch etwas höher.

Der startupdetector report 2021 steht hier zum kostenlosen Download bereit.

Die Daten des startupdetector report 2021 basieren auf der kontinuierlichen Auswertung von Handelsregisterdaten zu Start-ups, Investoren und Finanzierungsrunden in Deutschland, die Woche für Woche in der startupdetector-Datenbank gesammelt werden. Dabei arbeitet startupdetector mit Statista zusammen.

Female Funding ‘22: die Finalistinnen im BAND Interview

Herzlichen Glückwunsch an Sie beide zur Finalteilnahme beim diesjährigen Female Funding Event, das im Rahmen der „Women Angels Mission ‘25“ stattfand. Am Ende hatte Femna Health beim Publikumsentscheid die Nase vorn. Herzlichen Glückwunsch zu diesem Erfolg, Frau Matthiessen. Aber natürlich auch Ihnen, Frau Dr. Weinländer-Mölders und Aquarray, zum zweiten Platz von 88 Teams! Und vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für dieses Gespräch genommen haben!

BAND: Stellen Sie Ihr Unternehmen doch bitte einmal kurz vor. Seit wann sind Sie mit Ihrem Unternehmen beschäftigt und welche Aufgabe haben Sie inne?

Angelika Weinländer-Mölders: Ich habe die CEO Rolle im Januar übernommen und kümmere mich bei Aquarray neben allen administrativen Aufgaben um Vertrieb/Marketing und Business Development. Aquarray ist eine Ausgründung des KIT, wo ich vor etlichen Jahren studiert und promoviert habe. Wir stellen eine miniaturisierte Weiterentwicklung der Mikrotiterplatte her. Dieses Labor Standardtool wird weltweit für verschiedenste Anwendungen eingesetzt.  Mit unserer patentierten Miniaturisierung können unsere Kunden erhebliche Einsparungen erzielen.

Maxie Matthiessen: FEMNA ermöglicht Frauen den zeitnahen und örtlich unabhängigen Zugang zu Heilpraktikerinnen und Ärztinnen für ausführliche Beratungen zu allen Themen der Frauengesundheit: von Menstruationsstörungen über Familienplanung bis zu Klimakterium. Ausgehend von Home-Tests erhalten Kundinnen ihre Diagnose, die sie in einem ausführlichen Beratungstermin mit einer Medizinerin (Heilpraktikerin oder Ärztin) besprechen. Ich bin Gründerin und Geschäftsführerin des Unternehmens und verantworte die strategische Ausrichtung, Personal & Investor Relations.

BAND: Schaffen Sie es, Ihr Geschäftskonzept in einem Satz auf den Punkt zu bringen?

AWM: Wir wollen das heutige State-of-the-art Labortool die Microplate mit unseren Droplet Microarrays ersetzen und damit die Entwicklung von Wirkstoffen beschleunigen.

MM: FEMNA ist Deutschlands erste Telemedizin-Plattform für die ganzheitliche Frauengesundheit.

BAND: Was für einen Stellenwert haben eigentlich Pitch Events wie z.B. das „Female Funding“ für Sie als Start-up? Vielleicht auf einer Skala von 1 (sehr unwichtig) bis 10 (sehr wichtig) und warum? 

AWM: Ich entscheide mich für eine 7 – warum – wir können darüber unser Netzwerk vergrößern und eventuell einen Business Angel für ein Investment in Aquarray gewinnen. Wir entwickeln uns kontinuierlich weiter in Bezug auf eine klarere und einfachere Darstellung unseres nicht ganz so einfach zu erklärenden Produktes.

MM: Pitch Events sind sehr wichtig für uns aus mehreren Gründen. Zum einen hilft es, sich mit seinem Geschäftsmodell auseinanderzusetzen und seine Idee auf den Punkt zu bringen. Außerdem helfen die Fragen der Jury bei der Selbstreflexion und um zu lernen. Stetiges Lernen, sich anpassen und agil bleiben gehört zum Unternehmertum mit dazu. Daher sind Pitches und das Repräsentieren seiner Idee nach außen auch unglaublich wichtig. Man kann schlussendlich in very early stages (ideation phase) seine Ideen auch noch einmal validieren und schauen, wie der Markt darauf reagiert. Daher eine 10.

BAND: Daran anschließend: Stellen Sie sich vor, aus dem Event ergibt sich ein spannender Business Angel Kontakt: Wofür benötigen Sie aktuell Kapital?

AWM: Das wäre wunderbar, um mit dem Investment die finale Entwicklung unserer Produktpalette schneller vorantreiben zu können. Aktuell können wir noch nicht von unseren Umsätzen leben. Unsere Finanzierung durch das Horizon 2020 Programm läuft im Laufe des Jahres aus…

MM: Wir benötigen das Kapital, um die weiteren Wege und die strategische Ausrichtung von FEMNA anzutesten, um denm richtigen Weg dann zu skalieren. Hier schauen wir uns aktuell drei Optionen an: 1) Internationalisierung, 2) Corporate sales und 3) Krankenkassen.

BAND: Haben sich nach dem Event schon Business Angels / Investorinnen bei Ihnen gemeldet, weil Sie Ihre Geschäftsidee so spannend fanden? Und / oder arbeiten Sie bereits mit Business Angels zusammen?

AWM: Wir haben einen Business Angel schon seit der Gründung der Aquarray als Gesellschafter und Sparringpartner im Team. Ich hoffe es wird sich noch jemand bei uns melden, das würde uns sehr freuen.

MM: Ja, wir arbeiten schon mit Angels zusammen, das Event hat aber auch neue spannende Kontakte ergeben.

BAND: Abschließend die Frage, was wäre aus Ihrer Start-up Sicht wichtig, um zu mehr weiblichen Business Angels zu kommen?    

AWM: Dazu bedarf es zum einen mehr Gründerinnen, die nach einem erfolgreichen Exit einen Teil der Einnahmen auch wieder investieren. Zum anderen könnten sich auch mehr Erbinnen trauen, Ihr Vermögen zum Teil in Start-ups zu investieren.

MM: Visibility ist das Eine. Jedoch haben Männer statistisch gesehen leider immer noch mehr Geld als Frauen, daher muss sich die Genderquote in der Gesellschaft insgesamt ändern: in den Führungsetagen großer Firmen, in der Gründerinnenlandschaft, bei den VCs.

Schon über 100 Start-ups auf dem „Women Entrepreneurs Parcours“ (WEP) – der Onlineplattform für mehr Sichtbarkeit von Gründerinnen

107 Start-ups sind bereits auf dem „Women Entrepreneurs Parcours“ (WEP) gelistet – und die Zahl steigt! Start-ups, deren Team mindestens zur Hälfte aus Frauen besteht oder deren CEO eine Frau ist, haben beim WEP die Möglichkeit, ihr Unternehmen und ihre Idee vorzustellen und somit sichtbarer zu werden. Der Parcours ist Teil der Kampagnenwebsite „Women Angels Mission‘25“.   

Mit dabei sind Start-ups aus ganz Deutschland – die meisten aus der Bundeshauptstadt Berlin, gefolgt von NRW und Bayern. Und sogar aus Österreich und der Schweiz sind Start-ups vertreten. Und auch die Vielfalt der Geschäftsbereiche ist groß, dabei ist eine Großzahl an Ideen im Bereich Medizin und Digital Health angesiedelt – und hier insbesondere in den Bereichen Mental Health und FemTech. Es folgen viele Ideen in den Bereichen Fashion & Beauty und IT & Software. Auch (digital) Education & Coaching ist bei den Gründerinnen ein beliebtes Thema und natürlich noch viele weitere, wie etwa Food & Beverage oder Tourismus.

Neue Struktur
Aufgrund dieser großen Vielfalt hat der „Women Entrepreneurs Parcours“ nun eine übersichtlichere Struktur erhalten, sodass jedes Start-up auf den ersten Blick einem thematischen Bereich zugeordnet werden kann. Alle WEP Start-ups mit einer kurzen Beschreibung finden Sie hier.

Wenn Sie Ihr „Female Start-up” ebenfalls auf der WEP Plattform präsentieren möchten, schicken Sie gerne eine E-Mail mit Kurzbeschreibung zur Geschäftsidee (400 Zeichen), Logo und Kontaktdaten an band@business-angels.de – mit dem Stichwort „WEP” im Betreff.