EXIST-Women Gründerinnenforum

Mit dem Programm EXIST-Women des Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz werden gründungsinteressierte Frauen an Hochschulen und Forschungseinrichtungen auf dem Weg in die Selbstständigkeit unterstützt. Beim Gründerinnenforum konnten sich Frauen am 7. Juni vernetzen und sich über ihre Erfahrungen austauschen.

Projektverlauf bei EXIST-Women

Während des 12-monatigen Qualifizierungsprogramms im Förderzeitraum werden die angehenden Gründerinnen insbesondere bei der Entwicklung ihrer Unternehmerinnenpersönlichkeit und der (Weiter-)entwicklung ihrer Gründungsidee unterstützt. Die geförderten Frauen erhalten an der antragstellenden Einrichtung Arbeitsplätze (z.B. in Gründungszentren, Bibliotheken o.ä.) sowie die Möglichkeit zur Nutzung der Infrastruktur, nehmen an Unterstützungs- und Fortbildungsmaßnahmen teil, die sowohl zentral als auch dezentral vom Gründungsnetzwerk vor Ort angeboten werden, vernetzen sich mit anderen Frauen in der EXIST-Women-Kohorte und tauschen sich regelmäßig mit einer unternehmerischen Mentorin mit Gründungserfahrung aus. Gemeinsam mit Coaches, Unterstützerinnen und Unterstützern validieren die zukünftigen Gründerinnen ihre Gründungsidee, entwickeln dafür ein geeignetes Geschäftsmodell und erarbeiten einen Fahrplan für die nächsten Schritte in die Selbständigkeit. Dazu gehören auch die Suche nach Mitgründerinnen und -gründern sowie Fragen der Folgefinanzierung, z.B. über ein Gründungsförderungsprogramm wie das EXIST-Gründungsstipendium oder EXIST-Forschungstransfer.

Über EXIST Women


Female Funding ‘24: die Finalistinnen im BAND Interview

Im Rahmen der Women Angels Mission ‘25 fand am 20. Februar die diesjährige Ausgabe des Female Funding Events – dieses Mal in erfolgreicher Kooperation mit encourageventures e.V. und dem Verband deutscher Unternehmerinnen (VdU) – mit mehr als 150 Teilnehmer*innen statt und es haben sich noch einmal mehr female Start-ups um die begehrten Pitch-Plätze beworben als in den Jahren zuvor: Über 200 Teams wollten ihre Ideen präsentieren. Ein Screeningkomitee von erfahrenen Angel Investor*innen hat im Vorfeld entschieden und die Top 10 Start-ups gewählt. Während des Events durfte dann noch im Public Voting entschieden werden, welches Team den besten Pitch gezeigt hat. Um zu erfahren, wer hinter den Top zwei Teams des diesjährigen Female Funding Events steckt, hat BAND die beiden Gewinnerinnen zu einem Interview eingeladen.

Herzlichen Glückwunsch an Sie, liebe Frau Schöwel (CEO & Co-Founder MyoPax GmbH) und Frau Walch (Co-Founder, Geschäftsführende Gesellschafterin Soluterials GmbH), zu den großartigen Platzierungen Ihrer Start-ups beim diesjährigen Female Funding ‘24-Event. Sie beide haben große Wertschätzung erfahren, indem Ihre Unternehmen nicht nur vom Screeningkomitee im Vorhinein in die Top 10, sondern auch von der Online-Community während des Events auf die beiden ersten Rankingplätze gewählt worden sind.

Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit nehmen und dieses Interview mit mir führen.

BAND: Könnten Sie sich kurz vorstellen? Seit wann gibt es Ihr Unternehmen?

Christina Walch: Wir sind Soluterials, ein Start-up, das im Dezember 2020 gegründet wurde. Unser Fokus liegt auf der Herstellung eines innovativen Aluminiumwerkstoffs auf Reinaluminiumbasis, unserem SoluteriAL, der sowohl nachhaltig ist als auch mit seinem einzigartigen Eigenschaftsprofil alle bestehenden Aluminiumlegierungen übertrifft. Unser Direktvertrieb an B2B-Kunden ermöglicht uns, maßgeschneiderte Partnerschaften zu schaffen und die einzigartigen Anforderungen verschiedener Branchen, darunter Elektronik, E-Mobilität und Luft- und Raumfahrt, zu verstehen. Wir bieten nicht nur ein Produkt, sondern fördern eine nachhaltige Zukunft, indem wir Effizienz, Integration und Innovation ermöglichen und gleichzeitig lokale Lieferketten stärken. Mit SoluteriAL schaffen wir nicht nur hochwertige Produkte, sondern auch nachhaltige Lösungen.

Verena Schöwel: Mein Name ist Verena Schöwel-Wolf und ich bin Geschäftsführerin bei MyoPax, ein noch sehr junges Biotechnologie-Unternehmen mit Sitz in Berlin und Kopenhagen. Wir sind eine Ausgründung aus der Charité und dem Max-Delbrück-Center als Teil der Helmholtz-Gemeinschaft. Ich bin ausgebildete Ärztin und habe viele Jahre in dem Krankheitsbereich klinisch und wissenschaftlich gearbeitet, dem sich auch die MyoPax widmet. Ich habe einen MBA gemacht, der sich mit dem speziellen Markt, in dem wir uns befinden – Arzneimittel für neuartige Therapien – beschäftigt. Außerdem habe ich Gründungserfahrungen im Non-Profit-Bereich.

BAND: Elevator-Pitch: was ist Ihr Geschäftskonzept in einem Satz?

VS: Unser Thema ist der Skelettmuskel und Muskelkrankheiten. Es sind eine unglaubliche Vielzahl von verschiedenen Erkrankungen: Sie können angeboren sein, durch ein Trauma entstehen oder es kann auch ein genetisches Problem geben. Und sogar lokaler Muskelschwund kann zu schwerwiegenden Ursachen haben: z.B. dass man nicht mehr selbstständig atmen kann, dass man nicht kontinent ist, dass man nicht laufen oder sich nicht selbst versorgen kann. Und da gibt es wenige therapeutische Möglichkeiten derzeit. Aber der Muskel hat einen unglaublichen Vorteil: Er hat eigene Stammzellen, die Satellitenzellen, die zwischen Muskelfasern sitzen und dafür sorgen, dass wir alle prinzipiell bis ins hohe Alter Muskeln regenerieren können. Und wir machen uns nun diese Stammzelle zunutze und wollen anhand dieser hochwirksame regenerativen Therapien für diese verschiedenen Muskelkrankheiten sehr passgenau entwickeln.

CW: SAVE & INNOVATE: Wir unterstützen nachhaltig die Industrie mit unserem einzigartigen reinen multifunktionalen Hochleistungsaluminium »SoluteriAL«, welches nachhaltig die Materialindustrie revolutioniert, Innovationen – insbesondere in elektrotechnischen Anwendungen – ermöglicht, CO2 reduziert und lokale Lieferketten stärkt.

BAND: Was ist das Ziel Ihres Unternehmens und welche Vision haben Sie für die Zukunft?

CW: Im Einklang mit der Vision der EU ist Soluterials bestrebt, eine nachhaltige Industrie voranzutreiben, Innovationen zu fördern, aktiv zur Erreichung der Klimaziele beizutragen und gleichzeitig regionale Lieferketten zu stärken. Unser Angebot zeichnet sich durch Innovation, Nachhaltigkeit und effiziente Produktionsmethoden aus. Wir sind bestrebt, die lokale Industrie zu fördern und gleichzeitig die Grenzen von Lösungen für metallische Werkstoffe neu zu definieren, um neue Möglichkeiten in nachgelagerten Branchen zu schaffen. Unser Ziel ist es, dauerhafte Win-Win-Partnerschaften mit unseren Kunden aufzubauen, indem wir der Nachhaltigkeit in der gesamten Produktionskette, von der Rohstoffbeschaffung bis zur Produktnutzung, Priorität einräumen.
Wir bei Soluterials stellen uns eine Zukunft vor, in der die nachhaltige Industrialisierung eine Kraft für positive Veränderungen ist. Als Katalysator für Innovationen ist es unser Ziel, Werkstofflösungen für den Metallwerkstoffmarkt anzubieten, die aktiv zur Erreichung der Klimaschutzziele beitragen. Im Mittelpunkt unserer Vision steht die Bereitstellung maßgeschneiderter Halbzeuge aus unserem patentierten SoluteriAL-Werkstoffsystem.

VS: Die Innovation ist eine Ausgründung der Charité Universitätsmedizin und dem Max-Delbrück-Center. Es ist eine Innovation, eine Findung, die generiert wurde in der Arbeitsgruppe meiner Mitgründerin, Professorin Simone Spuler. Und als klar wurde, dass da eine Technologie ist, die das Potenzial zu einer echten Therapie zu werden, haben wir uns vor vielen Jahren schon alle gemeinsam in einer großen vereinten Anstrengung aus Wissenschaftlern und Ärzten und regulatorischen Hilfen, aber auch des Tech-Transfers, aufgemacht, daraus ein Arzneimittelprodukt zu generieren. Wir sind sehr dankbar und auch stolz darauf, durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Else Kröner-Fresenius-Stiftung eine Förderung zu erhalten, die uns die erste klinische Studie für eine seltene Krankheit von Kindern ermöglicht. Mit dem Wissen, dass das in die Klinik geht, haben Simone Spuler und ich, jetzt mittlerweile sind wir drei Gründerinnen mit Diane Seimetz, auf den Weg gemacht, um nicht nur, eine wissenschaftliche Weiterentwicklung zu ermöglichen, sondern eben auch gleichzeitig flankierend dafür zu sorgen, dass wir ein marktfähiges Produkt entwickeln, was dann wirklich beim Patienten ankommt und eine Vielzahl von Patienten erreichen kann. Das ist das Ziel des Unternehmens.

BAND: Nehmen Sie öfters an Pitch-Events teil? Erachten Sie dieses Format als wichtig für die Visibilität Ihres Unternehmens?

VS: Es gibt verschiedene Pitch Events, die Business Plan Entwicklung ermöglichen und das hat sehr geholfen, den marktwirtschaftlichen Gedanken zu schärfen. Andererseits ist es eine tolle Möglichkeit, unterschiedliche Netzwerke zu erschließen. Auf regionalen Events lernt man ganz andere Leute kennen, als bei Events im Pharma oder Venture Capital Bereich. Es war bei euch ganz großartig, speziell Business Angels ansprechen zu dürfen.

CW: Ja, wir haben in der Vergangenheit regelmäßig an Pitch-Events teilgenommen und betrachten dieses Format als äußerst wichtig für die Visibilität unseres Unternehmens. Jedes dieser Events hat uns wertvolle Erfahrungen beschert und uns nachhaltige Kontakte ermöglicht, sei es auf der Kundenseite, mit potenziellen Investoren oder auch Journalisten. Angesichts dieser positiven Erfahrungen haben wir uns entschieden, diese Möglichkeit zukünftig verstärkt zu nutzen, sowohl online als auch offline. Wir sind davon überzeugt, dass dies dazu beitragen wird, unsere Präsenz weiter zu stärken und unser Netzwerk auszubauen.

BAND: Haben Sie über unser Event Kontakt zu Angel Investorinnen aufnehmen können? Wofür benötigen Sie im Moment Kapital?

CW: Auch hier ein klares “Ja“. Durch Ihr Event konnten wir tatsächlich einige vielversprechende Kontakte zu Angel Investorinnen herstellen. Diese Beziehungen sind für uns besonders wertvoll, da wir aktuell auf der Suche nach Kapital für unsere bevorstehende zweite Finanzierungsrunde sind. Wir planen, gegen Ende 2024 / Anfang 2025 eine größere Finanzierungsrunde in Höhe von etwa 5 Millionen Euro abzuschließen. Wir laden potenzielle Investoren ein, Teil unserer Mission in der Aluminiumrevolution zu werden, und ermutigen sie, direkt mit uns in Kontakt zu treten. Wir sind davon überzeugt, dass gemeinsame Partnerschaften uns dabei helfen werden, unsere Ziele zu erreichen und unsere Vision zu verwirklichen.

BAND: Haben Sie bereits eine/n Angel Investor*in?
Wenn ja:
a. wie würden Sie Ihr Verhältnis beschreiben?


CW: Wir sind unseren aktuellen Business Angels (BAs) außerordentlich dankbar und schätzen ihren Glauben an uns sowie ihre aktive Unterstützung auf rechtlicher, technischer und kaufmännischer Ebene sehr. Unsere Beziehung zu unseren BAs ist äußerst konstruktiv; sie stehen uns bei Fragen stets mit Rat und Tat zur Seite. Ihre Unterstützung reicht weit über finanzielle Mittel hinaus; sie haben uns nicht nur sehr früh mit ihrem Glauben an uns unterstützt und ermutigt, sondern sind auch in einer sehr frühen Phase als Investoren eingestiegen, was zweifellos Mut erforderte. Ihre Investitionen – gemeinsam mit unseren Eigenmitteln – waren sozusagen die finanziellen Wurzeln unseres Unternehmens. In Kombination mit unserem Fachwissen und Engagement sind wir nun bestens gerüstet, um unser Unternehmen zu skalieren. Zusätzlich steht kurzfristig unser Second Closing an, das im Rahmen unserer ersten Finanzierungsrunde vereinbart wurde. Dabei werden wir unseren Gesellschafterkreis u.a. um zwei weitere BAs erweitern, und wir freuen uns bereits sehr auf die gemeinsame Arbeit.

BAND:
b. Wie haben Sie sie/ihn gefunden? Wie hat der Entscheidungsprozess stattgefunden?

CW: All unsere BAs haben wir durch unser Netzwerk gefunden. Schnell war für uns klar, dass wir gerne mit diesen Personen zusammenarbeiten würden, da einfach alles passt: ihr Fachwissen, ihre vorhandenen Netzwerkkontakte, ihr Mut und ihre Vorstellungskraft, unsere Vision umzusetzen, sowie ihre Tatkraft, uns aktiv zu unterstützen. Zusätzlich stimmt auch menschlich die Chemie. Der Entscheidungsprozess war geprägt von einem gegenseitigen Kennenlernen, Austausch von Ideen und Visionen, und letztlich dem Vertrauen, dass eine erfolgreiche Partnerschaft möglich ist.

BAND: Welche Formate wären für Sie wichtig, um mit potenziellen Angel Investor*innen in Kontakt zu kommen? Haben Sie Wünsche?

VS: Uns hat es geholfen, dass es zunehmend in den Universitäten Formate gibt, die einen vorbereiten: also nicht nur wissenschaftlich zu denken, sondern wirtschaftlich (wie das BIH-SPARK Programm oder Helmholtz Enterprise). Und das ist insbesondere in Biotechnologiebereichen, wo die Phasen der Entwicklung lange dauern, wichtig. Und jetzt nach der Gründung war es für uns zentral, uns dem BioInnovation Institute in Kopenhagen anschließen zu können. Und ansonsten gehen wir gern auf Konferenzen, zum Beispiel den Deutschen Business Angels Tag in Mainz.

CW: Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass Netzwerktreffen, die gerne auch themenübergreifend sein können, unglaublich hilfreich sind. Dabei ist aus unserer Sicht ein Mix aus Live-Veranstaltungen, z.B. mit Panel-Diskussionen und anschließendem informellen Ausklang, und Online-Events, wie die Pitch-Session, ein optimales Format, um in Kontakt zu kommen.

BAND: Was möchten Sie in fünf Jahren erreicht haben?

VS: Das Naheliegendste ist, dass das erste Produkt tatsächlich in die Klinik geht und das ist das, auf das wir alle hinfiebern. Fernerhin sind wir alle schon gemeinsam auch mit der Arbeitsgruppe dahin bestrebt, wieder neue Technologien und Kombinationen daraus zu entwickeln. Wir sind dabei, schon die nächsten klinischen Studien vorzubereiten, damit wir die Innovation als Plattformtechnologie auf der einen Seite so breit wie möglich, gleichzeitig aber sehr passgenau  für die vielen verschiedenen Muskelkrankheiten nutzen können.

Wir möchten für die erste klinische Indikation, die eine seltene Kinderkrankheit betrifft, eine Marktzulassung in Europa bekommen und weitere klinische Studien und potentielle Marktzulassungen auf den Weg gebracht haben- es soll eine Plattform für Muskelregenerative Therapien entstanden sein.  

CW: In fünf Jahren streben wir nach weitreichenden Zielen. Neben dem Aufbau unserer eigenen industriellen Produktion, den wir bereits in Angriff genommen haben, ist es unser Ziel, SoluteriAL erfolgreich im Markt zu etablieren, um einen Innovationszyklus anzustoßen. Um einen bedeutenden Impact zu erzielen und der zu erwartenden Kundennachfrage gerecht zu werden, planen wir, in den kommenden fünf Jahren sukzessive ein Lizenzierungsmodell einzuführen. Unser langfristiges Ziel ist es, ein fester Bestandteil der Aluminiumindustrie zu werden und mit SoluteriAL einen nachhaltigen Eindruck zu hinterlassen.
Unsere Vision reicht über kurzfristiges Denken hinaus und zielt darauf ab, die Herausforderungen auf nachhaltige Weise anzugehen, den globalen Vertrieb des Materials zu fördern und einen unendlichen Recyclingkreislauf zu schaffen. Wir streben danach, dass die Welt in den nächsten fünf Jahren durch unsere Bemühungen ein Stückchen besser wird, und dieser Effekt wird sich mit jedem industriellen Einsatz von SoluteriAL weiter verstärken!

Vielen Dank für Ihre Zeit und die Beantwortung meiner Fragen.
Alles Gute für die Zukunft!

How Carolin Gabor and ceasar. fill the gap in early stage funding

In an exclusive interview with BAND, Carolin Gabor, Co-Founder & Managing Partner of caesar., talks about her experiences in a male dominated ecosystem and how she and caesar. make a difference.

BAND: Can you briefly introduce yourself and explain why you started Caesar Ventures with your team?

I’m Caro. tech CEO, serial entrepreneur, avid reader, and Co-Founder & Managing Partner of caesar.

Our journey with caesar. began as a vision to leverage technology to create a brighter future. We have a deep-rooted passion for team-building and customer-focused, real-world solutions, filling an important gap in very early-stage funding – one that is often overlooked, yet is so integral to driving innovation.

Personally, caesar. was always a no-brainer for me. Selfishly, I get to feed my curiosity working to support outstanding founders on solutions that are going to make a real difference to the world – it’s a win-win-win!

BAND: At caesar., you differentiate yourselves from other VCs because you and your team also have experience on the operational side of founding companies. To what extent do you see this as a unique selling point?

I’ve experienced firsthand what happens to early stage ventures when they lack the support, network, and of course funding, to see through their ideas. As founders ourselves, we “cut the crap” and get to the core of what they need. This is invaluable in building the trust that sets the foundation for effective, longstanding cooperation.

We say that we invest before investing, and that comes from being able to operationalize this understanding to quickly identify the challenges of the business model, are able to introduce value creating co-investors like business angels from the same industry. We have an undying respect and enthusiasm for our entrepreneurial community.

BAND: Are these experiences exactly what makes you distinctive at caesar.? Making you more attractive to founders than other VCs?

We prefer to ask our founders what they think of us, and being evidence-based, we did just that!

What they told us, is that we have challenged them a lot and went very deep in our due diligence, have shared very valuable feedback, are fast decision makers and brought them value creating business angels. When founders are focusing on building their business, they don’t want to be wasting their time on endless pitch decks, and waiting for emails from junior VCs, they want to pick up the phone and have a direct next step: that’s what we offer – and it’s pretty unique.

BAND: Against the backdrop of our awareness campaign “Women Angels Mission ’25”: What experiences have you had as a female founder, and what lessons can you impart to other female founders?

I’ve navigated male-dominated environments throughout my career. My advice to other women following the same path is simple: embrace your uniqueness and don’t hesitate to assert your presence. Confidence and resilience are key attributes in overcoming obstacles and thriving in any industry – and women in business inherently have these qualities in spades.

BAND: What about angel investing? When did you start angel investing? What were your initial experiences? What tips do you have for (potential) female angel investors?

Regarding angel investing, my journey began many years ago. Initially, it was a learning curve, but over time, I’ve honed my skills and developed a keen eye for promising opportunities which came through a larger network and access to high quality investment opportunities. My advice to potential angel investors, men and women alike, is: start co-investing with successful business angels, and learn from them plus increase your own deal flow over time. A first potential step to diversify and get to know the asset class is investing in an early-stage venture capital fund because diversification is key – only 1 out of 10 startups make it.

BAND: In your opinion, what are the skills that a business angel must bring besides finances?

Resilience, specific know-how or strong network. Angel investing is about more than just writing a check; it’s about actively contributing to the success of early-stage ventures through mentorship and guidance. Sometimes you won’t be able to see the light at the end of the tunnel, or you might feel overwhelmed, having a plan, and seeing the big picture will help you navigate the uncertainties, the fear, and the insecurities. Successful founders take on business angels not so much for the money but for their invaluable know-how and/or network in the industry.

BAND: What is the first thing you look for when meeting new/potential startups?

When evaluating new startups, my primary focus is on the founding team. Passion, expertise, strong ambition to disrupt an industry, a high level of resilience and a diverse team regarding competencies and personalities are essential indicators of potential success. When things are tough and maybe even scary, only the strongest founding teams will survive – it starts with them.

BAND: What about the diversity of founding teams? Do you strive for balance? Or is the idea the focus – regardless of gender?

Diversity in founding teams – as in business – is integral to success. Yet, I’m sorry to say that it is easier said than done. In our experience, the majority of pitches we receive from founders – so far – are disproportionately composed of men-led ventures. This is disappointing. As a woman VC I take ownership and a hands-on approach to inspire and motivate as many women as I can towards funding, but we have more work to do. If any woman is thinking about going through the VC process, I hope they are encouraged to reach out to caesar. Even if we’re not the right match, we’ll do what we can to give you advice or share our network, where possible, so you can succeed.

BAND: What are your wishes for the future regarding (female) Angel Investing?

My hope is that my inbox will be filled with pitches from women-led startups. We need to work hard to increase participation: “We need to be in it, to win it!”

About ceasar.

About Carolin Gabor

Im Portrait: Cornexion – Partner „Women Angels Mission ’25”

CORNEXION BRINGT DEN MITTELSTAND MIT START-UPS ZUSAMMEN!

In einer Welt, die sich ständig wandelt, ist Stillstand der größte Feind des Unternehmenserfolgs. Neue Technologien, umwälzende Innovationen und der stetige Marktwechsel – all das kann überwältigend sein. Doch hier kommt Cornexion ins Spiel. Sie sind Augen und Ohren im pulsierenden Universum der Start-ups und Innovationen. Sie finden für Partner Start-ups und Innovationen, die nicht nur innovative Technologien und Geschäftsmodelle bieten, sondern auch bereit sind, gemeinsam Neues zu schaffen.

Ihre Partner und Kunden sind mittelständische Unternehmen aller Größen und Branchen, aber auch Wirtschaftsförderungen, Städte,  Landkreise sowie Wirtschaftsverbände und Hochschulen. 

Mit ihrer Expertise als Förderer von Innovations- und Start-up-Clustern im ländlichen Raum wollen sie zur Standortsicherung und der Stärkung der lokalen Wirtschaft beitragen.

Für ihre Arbeit wurden sie bereits mehrfach ausgezeichnet.

LinkedIn Profil | Website

16 neue female Start-ups im WEP im ersten Quartal 2024

Viele neue Teams sind beim Women Entrepreneurs Parcours (WEP) dabei – und das aus den unterschiedlichsten Branchen: Medizintechnik/Digital Health, Chemie, Bio & Umwelt, Online Plattformen & Dienstleistungen, Food & Beverage, Handel/E-Commerce, Education & Coaching sowie Fashion & Beauty.

macu4
We make the world an inclusive playground & champion inclusion through affordable, easy to use, & comfortable solutions

allcup
Unsere Vision ist es, alle Plastikbeschichtungen zu ersetzen. Der erste Usecase ist die Transformation von einer Eiswaffel in einen essbaren Kaffeebecher.

DORA Digitale Orthopädie Anwendungen GmbH
ActiveTEP, die erste Gesundheitsanwendung der Endoprothetik, unterstützt Patient:innen rund um die Hüftgelenk-OP, um bestmögliche Operationsergebnisse sicherzustellen.

Time of Wow GmbH
Time of Wow ist die erste E-Commerce-Platform, die Menschen stressfrei und mit geringem Zeitaufwand zu perfekten GastgeberInnen macht. Wir sind das ‘Hello Fresh’ für Events.

Nutreatec GmbH
Der Nutrilotse ist eine App für Krebspatienten und unterstützt während der gesamten antitumoralen Therapie mit personalisierten Ernährungsempfehlungen und einem validierten Frühwarnsystem für Mangelernährung und sorgen so für eine verbesserte Prognose.

Heidi Pharma GmbH
Herby Family ist unsere Produktlinie für Kinder. Sie besteht aus einer breiten und vielfältigen Palette natürlicher Produkte, die zur Stärkung und zum Schutz des kindlichen Organismus beitragen. 

FroGoodies 
FroGoodies stellt unterrepräsentierte Mahlzeiten aus der ganzen Welt her in Zusammenarbeit mit Köchinnen aus Entwicklungsländern. 

qCella AG
In der heutigen energiebewussten Ära revolutioniert qCella die Beheizung von Produkten wie Autositzen, Kleidung und Schuhe. 

assemblean
assemblean automatisiert die Koordination der Lieferkette und flexibilisiert die Produktion.

Joy and Meal
Joy and Meal ist ein Full-Service-Anbieter für Vor-Ort-Kochservices für Firmenteams und Familien, von 1 bis 30 Personen. 

sendmepack
Die Grundidee besteht darin, neutrale Verpackungen von Warenretouren und B2B-Kartonagen zu erwerben und als wiederverwendbare Versandkartons einzusetzen, anstatt sie in die Altpapierpresse zu geben.

MamiGut
MamiGut sind Vitamin- & Proteinshakes für Frauen in besonderen Lebensphasen (u.a. Babyplanung, Periode) und damit eine leckere Alternative zu Tabletten. 

living brain
living brain ist MDR-zertifizierter Medizinproduktehersteller von VR-basierter Therapiesoftware. 

talky
Talky transformiert den langweiligen Sprachunterricht in ein effektives personalisiertes Adventuregame. 

hydrop
Wir machen Wasserverbräuche mit einem aufsteckbaren Adapter sichtbar und sorgen mit KI-basierten Analysen für optimierte Verbräuche und frühzeitige Leckage-Warnungen.

KOHO
Wir machen das urbane Outdoorleben zu einem attraktiven Lifestyle. 

Wenn auch Ihr ein female start-up seid oder eines kennt, dann meldet Euch gern auch für den WEP an: Women Entrepreneurs Parcours – Women Angels Mission ‘25 (womenangelsmission25.de)

Female Funding ’24 – high-class pitches aus vielen Branchen

Zehn großartige female start-ups (ONESTOPTRANSFORMATION AGPanosome GmbH, PRAMOMOLECULARhey circle | Die Mehrweg-VersandlösungSoluterialsCyberionDISS-COFYTAMyoPax & SmartLoC – Smart Letter of Credit) aus den Branchen Biotech, Produktion, IoT, HRtech, SaaS, Logistics und Cyber Insurtech haben ihre Ideen vor einer großen Online Community präsentiert. Es waren fast 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer dabei und haben die spannenden female start-ups kennenlernen dürfen.

Die drei Siegerinnen des Tages sind:

#1 MyoPax
#2 Soluterials
#3 Panosome GmbH

Noch einmal herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle!

Auch die wunderbaren Expertinnen und Experten, die die Start-ups nach ihren Pitches in Q&A Sessions befragt haben, haben einen tollen Job geleistet. Sie haben viele interessante Insights aus den Teama “herausgekitzelt”.

Das Interview mit Christine Rittner war kurzweilig und hat viele “Einblicke in das Leben einer Angel Investorin” gegeben. Vor allem die authentische und ehrliche Art der Angel Investorin hat das Publikum begeistert.

BAND hatte in diesem Jahr zwei tolle Kooperationspartnerinnen an seiner Seite: Den Verband deutscher Unternehmerinnen e.V. (VdU) und encourageventures e.V.. Die Zusammenarbeit hat hervorragend funktioniert und es konnten die Synergien der drei Institutionen genutzt werden, um eine große Reichweite zu generieren.

Best Practice “Women Angels Mission ’25”: Matchingerfolg nach BAND „Female Funding ’23“ Event

(v.l.) Manuela Miller-Feigl, Co-Founder MeMi Textiles, Pliezhausen, Sophie Descollaz, Angel Investorin, Employer branding, Social Entrepreneur, Echt/NL und Franziska Nowak, Co-Founder MeMi Textiles, Pliezhausen

Quelle: LinkedIn MeMi Textiles, November 2023

25% weibliche Business Angels in Deutschland in 2025: Das ist die Vision der BAND Awarenesskampagne „Women Angels Mission ’25“ mit dem Ziel, mehr Sichtbarkeit für weibliche Angels und weibliche Gründerinnen zu schaffen. Das jährliche Flagship-Event der Kampagne – Female Funding – am 9. März 2023 präsentierte herausragende female start-ups in zwei Pitchsessions. Die Top Teams wurden vorher durch ein Screeningkomitee ermittelt – auch das Start-up MeMi Textiles war dabei und durfte seine bahnbrechende Idee vorstellen.

MeMi Textiles ist ein innovatives Textilunternehmen, das mit einer gesünderen und nachhaltigeren Windellösung den Windelmarkt verändern will. Mit der Erfindung, die durch zwei Patente geschützt ist, soll das Leben von Millionen von Nutzerinnen und Nutzern sowie Betreuerinnen und Betreuern erleichtert werden.

Die beiden Gründerinnen, Franziska Nowak und Manuela Miller-Feigl, haben ihr Geschäftskonzept während des Events so überzeugend präsentiert, dass sie bereits in den Breakout-Sessions nach den Pitchsessions neue Investorinnen kennenlernen und für sich gewinnen konnten.

Im Interview mit BAND verraten nun beide Seiten – das Start-up und eine ihrer Angel Investorinnen – wie sie zusammengekommen sind, was ihre Zusammenarbeit ausmacht und was sie sich für die Zukunft wünschen.

Anne Degenhardt: Könnten Sie sich kurz vorstellen? Seit wann gibt es Ihr Unternehmen?

Franziska Nowak: Mein Name ist Franziska Nowak. Ich bin eine der beiden Geschäftsführerinnen von MeMi Textiles GmbH aus Pliezhausen. Ich habe in Lancaster Management studiert und war dann über 6 Jahre lang in der Management Beratung tätig, zuletzt im Führungsteam. Als ich selbst Mutter wurde, sollte ich beim Wickeln zwischen Performance und Umweltverträglichkeit wählen. Da wurde mir klar: Ich wollte beides! So habe ich mit meiner Freundin und Textilingenieurin Manuela Miller-Feigl beschlossen, eine Lösung zu entwickeln. Die MeMi Textiles GmbH gibt es seit August 2022. An der Idee und unserem Produkt – der high-tech Windel kniti – arbeiten wir aber sogar schon länger. Wir sind mit einem Exist-Stipendium gestartet und stehen seit gut einem Jahr auf eigenen Beinen.

Anne Degenhardt: Was ist Ihr Geschäftskonzept in einem Satz?

Franziska Nowak: Wir haben einen textilen Superabsorber entwickelt, durch den wir die Wegwerfwindel wiederverwendbar machen – die kniti.

Anne Degenhardt: Was ist der nächste „milestone“ und welche Vision haben Sie für die Zukunft?

Franziska Nowak: Wir werden noch im ersten Quartal mit unserem Shop live gehen und unsere kniti erstmalig verkaufen. Unsere Vision ist die Revolution des Windelmarktes, bei der wir Tonnen von Müll vermeiden. Unser Ziel: Eine kniti für jedes Kind!

Anne Degenhardt: Frau Descollaz, Sie sind als Angel Investorin aktiv und bei MeMi Textiles investiert. Können auch Sie sich kurz vorstellen?

Sophie Descollaz: Ich bin Sophie Descollaz, Französin, lebe in den Niederlanden, bin Unternehmerin und seit einem Jahr aktive Business Angelista. Ich habe den Angelista Squad mitgegründet und investiere meistens im Pooling mit meinen Co-Angelistas. Zum Angel Investing bin ich gekommen, weil mich das Thema „Frauenaltersarmut“ sehr bewegt. Frauen in Deutschland sorgen viel zu wenig um ihre Altersvorsorge, vor allem, wenn sie Kinder haben. Mit meinem Geld und meiner HR-Expertise kann ich aktiv dazu beitragen, dass Frauen/Mütter ihr eigenes Einkommen generieren. Mein Investment Fokus liegt daher auf frauengeführten Start-ups mit Impact für Familien (Produkte im Bereich Gesundheit, Food, Umwelt, Bildung…). Berufsbedingt interessiere ich mich auch für HRTech.

Anne Degenhardt: Wie kam der Kontakt zwischen Ihnen zustande?

Sophie Descollaz: Ich durfte am 9. März im Expert*innenpanel beim Female Funding ‘23 Event den Gründerinnen Fragen stellen und im Anschluss Noten vergeben. Bereits in den Breakout-Sessions habe ich mit Frau Nowak und Frau Miller-Feigl sehr gute Gespräche führen können. Wir haben uns ein paar Woche später in Stuttgart persönlich getroffen und sind seitdem eng in Kontakt.

Anne Degenhardt: Können Sie, Frau Nowak, das Verhältnis zu Ihren Angel Investor*innen beschreiben?

Franziska Nowak: Wir haben uns in mehreren Gesprächen online und auch persönlich kennengelernt. Wichtig ist, dass die Chemie stimmt und die Angels von uns als Gründerinnen überzeugt sind. Gemeinsam haben wir dann unsere Geschäftsidee, unsere Pläne zu Finanzen und Markt in allen Details diskutiert.

Anne Degenhardt: Wie sehen Sie das Verhältnis zu „Ihrem“ Start-up, Frau Descollaz?

Sophie Descollaz: Das Verhältnis zwischen den Gründerinnen und mir ist stets vertrauensvoll und inspirierend.

Anne Degenhardt: Wann ist es zur finalen Entscheidung einer Finanzierung in MeMi Textiles gekommen und warum?

Sophie Descollaz: Ich habe zusammen mit 2 Angelistas die Gründerinnen von MeMi Textiles in Stuttgart ein paar Wochen nach dem Pitch bei BAND besucht und haben uns auf Anhieb gut verstanden. Durch ihre Kompetenz und das Potenzial des Produkts (inkl. 2 innovativen Patentanmeldungen) haben sie uns direkt überzeugt und die Entscheidung fiel bereits an diesem Termin. Danach haben wir uns virtuell regelmäßig ausgetauscht und weitere Angelistas an Bord geholt. Im Oktober hatten wir dann den Termin beim Notar. Der Produktlaunch steht mittlerweile unmittelbar bevor. Eine sehr aufregende Zeit!

Anne Degenhardt: Was ist das Besondere, was Ihre Geschäftsbeziehung auszeichnet?

Sophie Descollaz: Wir sind alle Mütter und können uns mit dem Thema sehr identifizieren. Die fachliche Kompetenz der beiden Gründerinnen, die technische Innovation und das Zwischenmenschliche haben uns begeistert.

Anne Degenhardt: Wie sehen Sie das, Frau Nowak? Was ist für Sie das Besondere an Ihrer Geschäftsbeziehung?

Franziska Nowak: Der persönliche Kontakt und die Bereitschaft der Angels, uns ihr Know-how und ihre Kontakte zur Verfügung zu stellen.

Anne Degenhardt: Würden auch Sie in Zukunft wieder ein BAND-Format nutzen, um Start-ups kennenzulernen (am 20. Februar findet das Event Female Funding ’24 statt)?

Sophie Descollaz: Definitiv! Ich bin für den 20. Februar im Screeningkomitee dabei und freue mich sehr, spannende Gründerinnen und innovative Ideen kennenzulernen!

Anne Degenhardt: Was würden Sie anderen Start-ups raten, die auf der Suche nach Angel Investor*innen sind?

Franziska Nowak: Der Pitch beim BAND war für uns sehr wichtig, um mit Angels in Kontakt zu kommen. Jedoch ist nicht jeder Kontakt erfolgreich und der Entscheidungsprozess oft sehr langwierig. Insbesondere wenn man letztendlich nicht zusammenkommt, kann dies frustrierend sein. Von daher braucht man definitiv Geduld und eine hohe Frustrationstoleranz, bis man die richtigen Angels an der Seite hat.

Anne Degenhardt: Haben Sie – als Angel Investorin – auch einen Tipp für Kapital suchende Start-ups?

Sophie Descollaz: Seid offen für Pooling, macht Produkte mit Impact!

Anne Degenhardt: Was möchten Sie mit Ihrem Start-up in fünf Jahren erreicht haben?

Franziska Nowak: Wir möchten uns mit der kniti als Marke für high-tech Windeln im Babybereich in Deutschland etabliert haben und den Markteintritt in weitere europäische Länder schaffen. Außerdem wollen wir unsere Technologie mittelfristig auch für Inkontinenzprodukte für Erwachsene einsetzen.

Anne Degenhardt: Und Sie, Frau Descollaz, was möchten Sie in der Zukunft gern erreichen?

Sophie Descollaz: Mein Portfolio stets vergrößern, weitere Frauen motivieren, Angelistas zu werden und weiterhin frauengeführte Start-ups auf ihrem Weg begleiten.

Anne Degenhardt: Vielen Dank Ihnen beiden für Ihre Zeit und die Beantwortung meiner Fragen. Wir – als Business Angels Deutschland (BAND) – freuen uns sehr, dass eines unserer Veranstaltungsformate Sie zusammengebracht hat. Wir hoffen, dass wir mit dieser wunderbaren „success story“ auch weitere (female) Start-ups und Investor*innen motivieren, Geschäftsbeziehungen einzugehen und Bände knüpfen zu können.
Alles Gute für die Zukunft!

Mehr Informationen zu MeMi Textiles:

https://www.instagram.com/die.kniti

https://www.tiktok.com/@die.kniti

www.memi-textiles.de

www.kniti.de

Female Funding ’24: Spannende female Start-ups und Women Angel Power

Wir freuen uns, auch 2024 wieder unser Flagship Event “Female Funding ’24” der Women Angels Mission ’25 zu veranstalten. Dieses Mal haben wir zwei großartige Kooperationspartnerinnen: encourageventures e.V. und den Verband deutscher Unternehmerinnen (VdU).

Am Dienstag, den 20. Februar von 15.00 bis 17.30 Uhr findet das unser Matchingevent online statt, bei dem spannende Geschäftsideen von zehn Gründerinnen-Teams auf die geballte Power von (Women) Angel Investing treffen.

Alle Start-ups, in deren Gründungsteams Frauen relevant vertreten (d.h. CEO oder mind. 50% des Gründungsteams ist weiblich) sind, können sich ab sofort für einen der begehrten “Female Funding ’24”-Pitchplätze bewerben – Bewerbungsfrist: Mittwoch, 24Januar 2024.

Einfach den “Female Funding ’24 One Pager” ausfüllen und Bewerbung einreichen. Ein Screeningkomitee aus aktiven Angel Investorinnen und Investoren trifft die Auswahl der Top 10. Während des Events werden die zwei Finalistinnen bestimmt und vom Publikum die krönende Siegerin gekührt.

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WEP Start-up Vitrofluidix als Siegerin beim AXOLOTL German Med & Health Businessplan Wettbewerbs

WEP Start-up Vitrofluidix gewinnt den ersten Preis beim AXOLOTL German Med & Health Businessplan Wettbewerbs. Carlotta Altringer, Co-Founder von Vitrofluidix, im exklusiven Interview mit Anne Degenhardt, Projektmanagerin BAND.

Anne Degenhardt: Herzlichen Glückwunsch zum Sieg von Vitrofluidix

Was ist Ihr Geschäftskonzept in einem Satz?

Carlotta Altringer: Das VitrofluidiX-Team hat ein Laborgerät für Organ-on-a-Chip Experimente (kurz OoC) entwickelt, mit dem jegliche Organe simuliert werden können und so neue Krankheitsmodelle und Therapien entwickelt werden können ohne das Tierversuche benötigt werden.

Anne Degenhardt: Was ist das Ziel Ihres Unternehmens und welche Vision haben Sie für die Zukunft?

Carlotta Altringer: Ziel ist die Organ-on-a-Chip-Technologie mit unserem Gerät attraktiver und skalierbar für die Forschung zu machen, um so Wissenschaftler*innen einen tieferen Einblick in die Funktionsweise des menschlichen Körpers zu ermöglichen und den Bedarf an Tierversuchen zu reduzieren.

Anne Degenhardt: Wie finanzieren Sie sich bislang?

Carlotta Altringer: Bisher haben wir uns über Eigenkapital und NRW.Gründungsstipendium finanziert.

Anne Degenhardt: Was sind Ihre Finanzierungspläne für die kommenden Monate?

Carlotta Altringer: Wir planen eine Pre-Seed-Runde von 270.000€ für die ab Januar anstehenden Pilotkundentests, sowie eine anschließende Seed-Runde i.H.v. 1,1 Mio € zur Produktfinalisierung und erfolgreichen Markteintritt.

Anne Degenhardt: Wofür benötigen Sie im Moment Kapital?

Carlotta Altringer: Momentan für den Evaluierungszeitraum der ab Anfang nächsten Jahres ansteht. Geplant sind Pilotkundentests mit dem Klinikum Bonn, Universität zu Köln, Uniklinikum Köln und Klinikum Rechts der Isar.

Anne Degenhardt: Welche (Veranstaltungs-)Formate wären für Sie wichtig, um mit potenziellen Angel Investor*innen in Kontakt zu kommen? Haben Sie Wünsche?

Carlotta Altringer: Insbesondere Veranstaltungen, die gezielt Start-ups aus dem Biotechnologie-Bereich mit Business Angel Inverstor*innen vernetzen.

Anne Degenhardt: Was haben Sie aus dem AXOLOTL German Med&Health Businessplan Wettbewerb 2023 an Key Learnings mitgenommen?

Carlotta Altringer: Insbesondere die Anmerkungen zu unseren Marketingplänen haben uns sehr weitergeholfen. Durch eine erneute Schärfung unserer Zielgruppe konnten wir eine genauere Marketingstrategie aufbauen.

Anne Degenhardt: Haben Sie im Rahmen des AXOLOTL German Med&Health Businessplan Wettbewerb Kontakt zu Angel Investor*innen aufnehmen können?

Carlotta Altringer: Bisher leider noch nicht. Mein Team und ich freuen uns aber auf noch mögliche Kontakte und den Austausch.

Anne Degenhardt: Welche Netzwerke und Partnerschaften sind für den Erfolg von VitrofluidiX relevant?

Carlotta Altringer: Zum Einen das Netzwerk innerhalb der OoC-Branche, sowie ein Netzwerk im Medizinproduktsektor hier in NRW und bundesweit. Partnerschaften insbesondere entlang der Wertschöpfungskette werden zielführend sein sowie die Zusammenarbeit mit anderen Firmen und Forschungsinstituten zur Validierung und Weiterentwicklung unserer Technologie.

Anne Degenhardt: Was sind Ihre Träume?

Carlotta Altringer: Ganz klar: Etwas zu verändern und durch VitrofluidiX` Innovation einen ethischen und nachhaltigen sowie wissenschaftlichen Mehrwert in der Industrie und Wissenschaft zu schaffen.

Anne Degenhardt: Was möchten Sie in fünf Jahren erreicht haben?

Carlotta Altringer: Gemeinsam mit dem VitrofluidiX-Team ist es mein Ziel, mit unserer Plattform einen neuen Standard in der Biomedizin zu setzen und marktführend in der OoC-Industrie zu werden. Persönlich möchte ich in dieser Zeit mein Wissen und meine Erfahrung bezüglich den Aufbau und Leitung eines Unternehmens ausbauen und weiterhin mit so spannenden und inspirierenden Menschen zusammenarbeiten wie bisher!

Anne Degenhardt: Was würden Sie anderen weiblichen Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Carlotta Altringer: Es ist wichtig sich nicht benachteiligen zu lassen und mutig aufzutreten. Darüber hinaus ist es wichtig ein unterstützendes Team zu haben mit dem es auch Spaß macht zusammen zu arbeiten.

Anne Degenhardt: Vielen Dank für Ihre Zeit und die Beantwortung der Fragen. Für die Zukunft wünsche ich Ihnen und Ihrem Team alles Gute.

Über Vitrofluidix

VitrofluidiX – Organ-on-a-Chip leicht gemacht

Über AXOLOTL

Deutschlands erfolgreicher Businessplan Wettbewerb für die Zukunftsbranchen Medizin- und Gesundheitswirtschaft

Ziel des AXOLOTL German MED&HEALTH Businessplan Wettbewerb ist es, zukunftsweisende medizinwirtschaftliche Ideen mit Marktpotential in eine aussichtsreiche Startposition zu bringen und die Gründung und Ansiedlung innovativer Unternehmen der Medizin- und Gesundheitswirtschaft zu fördern.

www.axolotl-med.de

Neue Roadshow: GESSI „Finanzierungsrunde“ Version 2.1 schützt vor Kostenfalle

Ein neuer Beschluss des BGH (vom 12.09.2013 Az. II ZB 6/23) zu den notariellen Kosten der Stammkapitalerhöhung einer GmbH kann erhebliche Kostenfolgen haben, weil danach die Zuzahlung in das Eigenkapital mit in die Kostenberechnung einfließen kann. Das ließ es die GESSI Arbeitsgruppe „Finanzierungsrunde“ geraten sein, in diesem GESSI Vertragswerk die Möglichkeit von „genehmigtem Kapital“ in einer Version 2.1 auszubauen. Veröffentlichung der neuen Version Anfang Dezember 2023.

Es ist also höchste Zeit, in einer neuen Online Roadshow zu den Versionen 2.0 (im Juni 2023 publiziert) und 2.1 des GESSI Vertragswerks „Finanzierungsrunde“ am Dienstag, 19.12.2023, 15.00-16.30 Uhr das Wissen aufzufrischen oder sich erstmals näher damit zu befassen. Natürlich mit Rechtsanwalt Dr. Wolfgang Weitnauer, der die juristische Federführung in der Arbeitsgruppe hat und spiritus rector für zielführende Ideen ist, aber auch mit Rechtsanwalt und Notar Hans-Joachim Schwenke, der weiß, wie man die Notariatskosten im Griff halten kann, sowie Expert*innen, Angels und Start-ups, die sagen, wie die Praxis läuft.

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Was ist der Hintergrund?

So wie in den USA Finanzierungsrunden über den Verkauf von Vorzugsanteilen durch die Gesellschaft ablaufen, sollte hierfür in Deutschland künftig angesichts der durch den BGH befürworteten Kostenfolgen einer Barkapitalerhöhung durch Gesellschafterbeschluss die Ausgabe genehmigten Kapitals durch die Geschäftsführung der Gesellschaft dienen.

Dies führt zu folgender Struktur einer Finanzierungsrunde:
– Bereits in der Gründungssatzung sollte genehmigtes Kapital (bis zu 50% des eingetragenen Stammkapitals) geschaffen werden. Ferner sollten beurkundungsbedürftige Exit-Regeln, insb. die Mitverkaufspflicht, oder auch Vesting-Regeln in der Satzung erfasst werden.
– Abschluss des Beteiligungsvertrags in Schriftform oder über DocuSign.
– Beschluss der Geschäftsführung über die Ausgabe genehmigten Kapitals (nur Schriftform erforderlich).
– Gesonderte Übernahmeerklärungen durch die Investoren, die nur der notariellen Beglaubigung bedürfen.
– Neufassung der Satzung mit Schaffung weiteren genehmigten Kapitals in notariellem Beschlussprotokoll.
– Privatschriftlicher Beschluss über Neufassung/Änderung von Geschäftsordnungen und/oder Geschäftsführerverträgen.

Damit verkürzt sich die Dauer des Abschlusses der Finanzierungsrunde erheblich und fallen Notarkosten nur für die Beglaubigung der Übernahmeerklärungen und die Neufassung der Satzung an. Auf den Unternehmenswert oder Zuzahlungen kommt es nicht an.

German Standards Setting Institute (standardsinstitute.de)