Spannende Insights on Angel Investing: Wissenschaftlerinnen präsentieren ihre Ergebnisse

Am Dienstag, den 7. November 2023, findet die vierte Business Angels Europe Conference on Angel Investment Research (online) – veranstaltet von Business Angels Deutschland e. V. (BAND) und Business Angels Europe (BAE) – statt.

Unter den Referierenden sind diese herausragenden Wissenschaftlerinnen aus ganz Europa vertreten:

Meike Siefkes, PhD candidate Norwegian University of Science and technology (NTNU), Trondheim, Norway
Prof. Catherine Deffains-Crapsky, Ph.D., Faculty of Law, Economics and Management, University of Angers, France
Laurence Cohen, Associate professor in finance, iaelyon School of Management Université, Lyon, France
Prof. Dr. Heike Marita Hölzner, Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, Germany

Sie werden ihre Studienergebnisse zu den Themenfeldern “Green Angel Investing”, “Business Angel Group Dynamics”, “Gender Aspects in Angel Investing” und “Female Business Angels” auf der Business Angels Europe Conference on Angel Investment Research vorstellen und das Publikum kann im Q&A nachfragen.

Wir freuen uns auf spannende Insights aus dem – noch viel zu wenig erforschten – Forschungsbereich “Angel Investing” und danken allen Referetinnen (und natürlich auch Referenten) für Ihren Input.

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EEN2EIC – Förderung für innovative Frauen

Auch wenn die Zahl der Frauen in den MINT-Fächern weiter steigt, gibt es in Europa nach wie vor ein erhebliches Ungleichgewicht an weiblichen Tech-Gründern. In Deutschland sind nur 20 Prozent aller Tech-Gründer Frauen, auf die weniger als 5 Prozent aller VC-Deals in Europa fallen. Die neue EU-Initiative EEN2EIC soll diese Lücke schließen, indem sie Gründerinnen, die sich für den EIC-Accelerator bewerben wollen, wertvolle Unterstützung bietet.

Der EIC-Accelerator ist das wichtigste Finanzierungsprogramm der EU für innovative Start-ups und KMU. Erfolgreiche Antragsteller können bis zu 2,5 Mio. EUR an eigenkapitalfreien Zuschüssen und bis zu 15 Mio. EUR an Kapitalbeteiligungen erhalten. Die goldene Eintrittskarte für Europas vielversprechendste Innovatoren ermöglicht es, bahnbrechende Technologien auf den Markt zu bringen und Unternehmen rasch zu vergrößern.

Das erfahrene und neutrale Förderberatungsteam von ZENIT GmbH steht zur Verfügung, Gründerinnen in NRW bei der Antragsstellung zu unterstützen. Mehr Infos finden Sie hier: https://nrweuropa.de/een2eic

Zum Flyer geht es hier.

“Es war ein Life-Changing Moment” – Katja Ruhnke, Business Angel des Jahres 2023, im Interview mit BAND

Anne Degenhardt: Liebe Katja, auf diesem Wege noch einmal herzlichen Glückwunsch zu Deiner Auszeichnung „Business Angel des Jahres 2023“ – auch im Namen des BAND Vorstand und gesamten BAND Teams. Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit nimmst und meine Fragen beantwortest. Du hast über Dich selbst einmal gesagt: „Ich bin Musical-Darstellerin, Familienunternehmerin und Investorin. Das klingt ungewöhnlich, vielleicht, aber ich bin meinen Träumen nachgegangen und daran ist wahrlich nichts verkehrt, oder?“ Wie beschreibst Du Deine Leidenschaften, vor allem für das Angel Investing?

Katja Ruhnke: Vielen Dank, liebe Anne, für die Glückwünsche. Ich freue mich immer noch sehr. Ich bin tatsächlich stets meinen Träumen gefolgt. Meine Familie war mit dem Thema Start-up Investment noch nicht so vertraut. Wir kommen aus einem mittelständischen Unternehmensumfeld und da war Venture Capital und Risikokapital eher ungewöhnlich. Aber mich hat das Thema gepackt. Angel Investment ist für mich definitiv mehr als jede andere Investmentform, die ich sonst habe, z.B. Aktien oder Immobilien. Angel Investments sind eine riesige Bereicherung für mein Leben. Man bekommt so viel zurück – nicht nur monetär gesehen: Ich lerne, ich treffe wunderbare Menschen und begleite sie bei ihrer Reise. Ähnlich wie beim Kinder großziehen ist es für mich ein tolles Gefühl, wenn unsere Gründerinnen und Gründer Erfolg haben. Es ist ein Geschenk, Angel Investorin sein zu dürfen.

Anne Degenhardt: Was hat Dich dazu bewogen, als Angel Investorin tätig zu sein? Was war der Schlüsselmoment?

Katja Ruhnke: Der Schlüsselmoment war so ein richtiger „Life-Changing Moment“. Ich habe mich immer mit dem Thema Vermögensanlage und Investitionsmöglichkeiten beschäftigt. Ein Freund von mir ist Start-up Gründer und er sagte, ich solle mal zu einem Start-up Event mitkommen und er wolle mir ein paar Leute vorstellen. Und ich saß dann in der Konferenz mit wirklich großen Augen und offenem Mund und habe gedacht: Wenn hier die Welt passiert, wo war ich? Hier wird Zukunft gestaltet und ich bin irgendwo in der 50. Reihe. Dabei will ich doch eigentlich ganz vorne dabei sein. Manchmal habe ich dieses Gefühl von Hilflosigkeit, die uns ja heute oftmals überkommt in Anbetracht der großen Probleme auf der Welt. Aber hier kann man etwas bewirken und die Welt umgestalten. Start-up Gründerinnen und Gründer sind diejenigen, die die Probleme unserer Zeit angehen und diese teilweise schon gelöst haben. Diese Menschen brauchen Kapital und Unterstützung. Das war für mich der besondere Moment, in dem ich das Gefühl hatte, einen Unterschied bewirken zu können.

Anne Degenhardt: Angel Investorinnen und Angel Investoren haben immer zwei Flügel: Kapital und Know-how. Eines der Start-ups, das Dich für die Auszeichnung vorgeschlagen hat, schrieb: „Katja leistet nicht nur finanzielle Mittel und Fachwissen, sondern engagiert sich mit Hingabe für das Wohl des Teams und der Gründer, besonders bei Teammaßnahmen und der Gestaltung eines positiven Klimas im Team zeigt Katja ihre Stärken.“ Wie würdest Du an dieser Stelle Mentoring und Deine Rolle als Sparring-Partner für die Unternehmer und Unternehmerinnen bewerten?

Katja Ruhnke: Ich denke, dass diese Seite des Angel Investings sehr wichtig ist – sonst wären wir nur Investoren, die Kapital geben. Wir sind die, die mit Herzblut dahinterstehen, Sparring-Partner sind, und mithelfen, Wachstum voranzutreiben. Bei jedem Angel Investor ist dieser Teil anders – jeder gibt etwas anderes. Meine Stärken liegen – auch bedingt durch meinen künstlerischen Background – insbesondere auf der menschlichen Komponente, die gerade im Start-up Bereich nicht zu unterschätzen ist. Es ist ein People Business und die Gründer und Gründerinnen stehen unter einem immensen Druck. Es ist nicht leicht, Start-Up-Gründer zu sein: Es ist ziemlich harte Arbeit, sehr viel Schweiß und Tränen sowie Unsicherheiten und Ängste. Und da versuchen meine Schwester Conny und ich eine Schulter zum Anlehnen zu sein. Wir unterstützen, weil wir wissen wie man sich als Unternehmer oder Unternehmerin fühlt. Wir schauen, dass das Klima gut ist und auch mit schwierigen Themen proaktiv umgegangen wird, dass Verbindungen geschaffen werden und emotionale Unterstützung gegeben wird. Das ist speziell meine Rolle. Man muss als Gründerin oder Gründer Menschen finden, die andere Menschen wachsen sehen wollen und daran eine große Freude haben. Ich glaube, dass das etwas ist, was engagierte Angel Investoren ausgezeichnet.

Anne Degenhardt: Wie sieht Euer Portfolio aus? Hast Du mit Deiner Schwester Conny zusammen eine spezielle Strategie oder ein Investitionsschwerpunkt?

Katja Ruhnke: Unser Schwerpunkt liegt im Impact Investing. Wir investieren, um die Welt ein Stück besser zu machen und versuchen, die großen Themen zu adressieren. Im Portfolioaufbau sind wir strategisch unterwegs: Wir haben keinen Branchenfokus, sondern  versuchen das Portfolio über sehr viele Branchen, viele Finanzierungs-Stages, und über Ticketgrößen zu steuern, teilweise auch über Ländergrenzen hinweg.

Anne Degenhardt: Was ist das Erste, was Du oder Ihr bei einem Kennenlernen von Kapital suchenden Start-ups herausfinden wollt?

Katja Ruhnke: Für uns ist es wichtig, herauszufinden, ob man mit den Personen vertrauensvoll zusammenarbeiten kann. Es ist praktisch wie eine Ehe, die man eingeht. Wir prüfen das Team und für die technische Überprüfung bündeln wir soviel Kompetenzen wie vorhanden und schauen, ob die Person hinter dem Start-up sympathisch ist und ob wir uns vorstellen können, über eine lange Zeit zusammenzuarbeiten. Wenn man mit Herzblut dahintersteht, dann ist es wichtig, dass man sich grundsätzlich mag und dass Werte übereinstimmen. Ich habe mich als ausgebildete Schauspielerin damit beschäftigt, Menschen zu lesen: Was sagt mir die Person eigentlich, was ist der Subtext darunter? Ich habe das Gefühl, das kann ich bei meiner Arbeit sehr gut anwenden. Sind die Menschen integer, ehrlich und fair?

Anne Degenhardt: Siehst Du als „Business Angel des Jahres 2023“ eine Möglichkeit, die Auszeichnung zu nutzen, um Deine Botschafterinnen-Aktivitäten als weibliche Angel-Investorin noch zu verstärken? Du hast 2021 ein Buch namens „Female Money – Wie Investorinnen, die Start-up-Welt verwandeln“ herausgegeben und damit einen Grundstein gelegt. Was sind Deine Pläne für 2024?

Katja Ruhnke: Seit ich in diese Welt eingetaucht bin, arbeite ich daran, mehr Investorinnen zu motivieren. Ich habe das Buch geschrieben, ich mache sehr viele pro bono Vorträge oder helfe in Akademien, Frauen auszubilden, Investorinnen zu werden. Außerdem hoffe ich, dass die Auszeichnung noch eine weitere Strahlkraft nach außen entwickelt, um zu zeigen, dass Angel Investing auch viel mit der menschlichen Komponente zu tun hat – ich komme zwar aus einer Unternehmerfamilie, aber bin zehn Jahre lang Künstlerin gewesen. Es geht darum, mehr Frauen zu ermutigen und aufzuzeigen, dass man auch als Quereinsteigerin Erfolg haben kann. Man kann auch mit weniger Kapital sehr viel helfen und viele Frauen haben das Problem, zu denken, dass sie zu wenig zu geben haben. Aber auch beim diesjährigen Bits&Pretzels Event konnte man sehen, dass Frauen das Bild prägen: Nicht nur prominente Rednerinnen, sondern auch viele Investorinnen und female Start-ups waren auf der Bühne. Ich hoffe wirklich, dass mein Preis auch anderen Frauen Mut machen wird.

Anne Degenhardt: Was sind Deine Hoffnungen und Wünsche für Female Angel Investing in der Zukunft?

Katja Ruhnke: Ich wünsche mir, dass wir vor allem mehr Angel Investorinnen werden. Das ist wirklich meine Hoffnung. Auch wenn der Weg noch lang ist, Returns und Exits zu sehen, bin ich überzeugt, dass uns der Erfolg Recht geben wird. Schön wäre es, wenn es in Zukunft keine Female Investors Netzwerke mehr geben müsste, sondern nur ein Netzwerk mit Unterstützung für jeden. Die Lage hat sich schon verbessert, es gibt gute Tendenzen – aber wir müssen weiterhin gemeinsam daran arbeiten, mehr weibliche Angel Investorinnen zu motivieren.

Anne Degenhardt:  Danke, dass Du uns auch seitens BAND immer wieder unterstützt und vielen lieben Dank, Katja, für Deine Zeit und die Beantwortung meiner Fragen. Wir wünschen Dir alles Gute und bis bald bei der nächsten BANDveranstaltung, auch im Rahmen der Women Angels Mission ’25.

Katja Ruhnke ist „Business Angel des Jahres 2023“

Angel Investorin Katja Ruhnke aus Unterschleißheim ist am Donnerstag, den 14. September, im Rahmen des BAND Business Angels Community Summits in Wiesbaden als „Business Angel des Jahres 2023“ ausgezeichnet worden. Katja Ruhnke erhielt die „Goldene Nase“ für ihr „gutes Näschen“ bei ihren Start-ups. Zum 23. Mal verlieh Business Angels Deutschland e. V. (BAND) die Auszeichnung an den „Business Angel des Jahres“. Die Besonderheit des Awards ist, dass ausschließlich Gründerinnen und Gründer von Beteiligungsunternehmen der Angel Investor*innen das Vorschlagsrecht haben.

Die diesjährige Preisträgerin Katja Ruhnke ist eine bekannte Musicaldarstellerin, Kulturmanagerin sowie Familienunternehmerin und Investorin. Obwohl die Kombination dieser Berufe ungewöhnlich scheint, betont Katja Ruhnke, dass sie ihren Träumen gefolgt ist und dabei alles richtig gemacht hat. Im Jahr 2019 entschied sie sich dazu, Angel Investorin zu werden, nachdem sie an einem Start-up Pitch-Event teilgenommen hatte. Dieses öffnete ihr die Tür zu ihrer heutigen Leidenschaft: Sie erkannte dort, dass es zu wenig Investorinnen gibt, die weiblich sind und wolle das unbedingt ändern. Zusammen mit ihrer Schwester Conny Hörl gründete sie daher CK Venture Capital als Beteiligungsgesellschaft für ihre Angel-Aktivitäten und übernahm die Geschäftsführung. Der Schwerpunkt von CK Venture Capital liegt auf Impact-Investments. Das Portfolio ist vielfältig und umfasst unter anderem Medtech (z. B. Mediaire GmbH), Fintech (Fabit GmbH) sowie Schädlingsbekämpfung (Traplinked GmbH) und Investitionen in den USA (Carbonwave) und Afrika (fairafric GmbH).

Mit dem Erhalt der Goldenen Nase als “Business Angel des Jahres 2023” kann sie ihre Rolle als Botschafterin für mehr weibliche Angel Investorinnen unterstreichen.  Wo sieht sie die Hebelwirkung für Veränderungen in Richtung mehr Diversität? Ihrer Meinung nach trägt die Investorinnenseite eine entscheidende Verantwortung. Es ginge auch darum, das Potenzial weiblicher Investoren zu nutzen und mehr Gründerinnen zu unterstützen. Katja Ruhnke veröffentlichte 2021 ihr Buch “Female Money: Wie Investorinnen die Start-up-Welt verwandeln”, um Frauen zu ermutigen, in Start-ups zu investieren.

Katja Ruhnke kümmert sich nicht nur um „ihre“ Start-ups, sondern ist auch mit großem Engagement im Angel Investing Ökosystem unterwegs als Vorbild und Mutmacherin, in vielen Frauen-Netzwerken aktiv, immer bereit, für Angel Investing zu werben. In ihrem neu eröffneten CK Workspace möchte sie die Verbindung von Old- und New-Economy schaffen, um Arbeitswelten von Morgen mitzugestalten. Wie sie sich für ihre Start-ups einsetzt, lässt sich aus den Würdigungen der Unternehmen entnehmen, die sie als “Business Angel des Jahres 2023” vorgeschlagen haben. Katja Ruhnke engagiere sich mit Leidenschaft für das Wohl des Teams und der Gründerinnen und Gründer. Insbesondere bei Teammaßnahmen und der Schaffung eines positiven Teamklimas zeige sie ihre Stärken. Insgesamt wird von den vorschlagenden Gründerinnen und Gründern – neben dem Business Angel-Flügel „Kapital“ – auch ihre Fähigkeit betont, ihr Know-how und Netzwerk einzubringen.

Katja Ruhnke folgt mit ihrem Titel „Business Angels des Jahres 2023“ auf Thomas Schmidt, der den Preis im vergangenen Jahr entgegennahm. Alle „Business Angels des Jahres“ seit 2001 finden Sie hier im Überblick.

Business Angels Club Berlin-Brandenburg e. V. kürt WEP-Start-up mit dem Preis “Start-up des Jahres 2023”

In diesem Jahr fand die Preisverleihung am 10. August im Rahmen des Sommernetzwerktreffens des Business Angels Club Berlin-Brandenburg e. V. unter der Schirmherrschaft des neuen regierenden Bürgermeisters von Berlin Kai Wegner statt. Über 150 Gäste waren in das Veranstaltungshaus der Berliner Sparkasse am Wannsee eingeladen. Vor dem Sommertreffen fand zum ersten Mal der „BAF Portfolio Day“ statt – mit über 40 Business Angels und Investierenden, sowie über 20 Gründer:innen von 14 Portfolio Start-ups.

Highlight des Events war die Verleihung des „BACB Portfolio-Start-ups des Jahres 2023“. Der Preis ging in diesem Jahr an das Team von FEMNA Health, ein frauengeführtes Digital Health Unternehmen aus Berlin. Das Team ist auch im Women Entrepreneurs Parcours gelistet und bekommt durch die “Women Angels Mission ’25” mehr Visibilität.

Das Start-up bietet eine Aufklärungs- und Therapieplattform für die Frauengesundheit und hat sich zum Ziel gesetzt, die Gesundheitsversorgung für Frauen zu verbessern. Dr. Alexandra Pries, Bereichsleiterin Marketing & Vertrieb bei APOGEPHA Arzneimittel GmbH, Dresden, ehrte Eva Brandt & Jesse M. Hartinger aus dem Team von FEMNA mit einer Laudatio.

Die Auszeichnung erfolgt kurz nach der Einführung des Endometriose-Programms von FEMNA in Kooperation mit der Techniker Krankenkasse. Mit 12,1 Millionen Versicherten bietet die TK ihren Mitgliedern mit Verdacht auf oder der Diagnose Endometriose Zugang zum umfassenden Programm von FEMNA.

What Mary McKenna dreams about in the future – an interview with “Europe’s Female Angel Investor of the year 2023“

Photo: Dr. Anna Christmann, MdB, Federal Ministry for Economic Affairs and Climate Action, Commissioner for the Digital Economy and Start-ups and Federal Government Coordinator for German Aerospace, Federal Ministry for Economic Affairs and Climate Action, Berlin hands over the “Golden Aurora” Award to Mary McKenna from Ireland.

Click here for the video recording

Dear Mary, first of all, I would like to congratulate you again on your title, Europe’s Female Angel Investor of the Year 2023. I’m really glad that you took some time to answer my questions today.

Anne Degenhardt: Why did you start being an angel investor and what was the key moment?

Mary McKenna:   I was originally a technology founder myself. I’m an exited founder and that was the jumping off point for me to start angel investing. As a tech founder, I realised how difficult it is as a woman to raise money and to even be taken seriously. I always had the idea that if I managed to make a good return out of selling my own business, I’d use some of it to help other women get started. I do a very particular type of angel investing as in I invest really early stage. Getting involved and being useful in those early days requires a bit more commitment. I guess it’s that part that I enjoy. That’s why I started it. I think all of us that have some success in exiting start-ups have got an obligation to put something back into the ecosystem.

Anne Degenhardt: What are the main skills of a business angel apart from the finances? How would you rate mentoring or being a sparring partner?

Mary McKenna:  If the relationship works well, you are almost like an extra person in the team. Some of what you bring could be helping the founders set their strategy.  It’s also part of your job as an early angel investor to go and find more investment, or to help the venture move further up the food chain and raise from a VC when they’re ready for a Series A. But you can also expect an angel investor to do many other things: Help them with recruitment of a team because you might have a much larger network. And you could help them selecting professional advisors like accountants and lawyers. Maybe even help them with their early sales and introduce them to suppliers. There’s a whole range of different things that you can add into the mix to bring value as an angel investor.

Anne Degenhardt: How does your portfolio look like? And do you have a special investment focus?

Mary McKenna: I’ve made about 25 investments so far. They’re all early stage. One is exited. That’s fabulous.  About three of them are ready to raise Series A, which is quite exciting.  The 25 are really a bit of a mix: 70% are women founders, about which I’m really pleased. And then there’s a real mix of health tech, sports tech. I’ve recently invested in a few really niche online learning businesses. Sometimes you just see something, and you really like the founder or you like the idea and you just decide to go with it, even though it’s not an area that you’re an expert in or even familiar with.

Anne Degenhardt: And what is the first thing you want to find out getting new start-ups?

Mary McKenna: I spend a long time getting to know them. I think that’s important because as I’ve learned, you can be together for a long time.  It is important to get to know the founders and to get to know the company before you make a commitment.  And at the point where I engage with the company or the founder, it is all about the founder or the founding team for me. Because so often what they’re doing at the time that I first meet them isn’t what they end up doing because they pivot.  It’s about trying to figure out if I think that they have the qualities and the resilience that they’re going to need when the market changes or when a new competitor emerges or generally when things don’t go right.  I’m trying to work out whether I think the founder has got what it takes to front the company and to weather the storms that are no doubt going to come down the line.

Anne Degenhardt: You are awarded as Europe’s Female Angel Investor of the Year and your portfolio is quite diverse. What is your main learning as a female founder? What can you suggest to other female founders?

Mary McKenna: This is a tough question.  I’m usually really, really optimistic and very upbeat. But I think for other women that are considering a startup as a way forward, it looks exciting and glamorous from the outside. But the reality is that it’s an awful lot of hard work over a number of years.  So, my advice would be, it’s much harder than you think it’s going to be. If people knew how hard it was going to be, some might choose not to roll the dice. However, on the flip side, the prize is so big that it’s worth putting yourself through that pain if you’re the right sort of personality. It’s not for the faint-hearted and you do have to be there for the long term.  Do your homework and weigh up the risks. And if you think you’ve got what it takes, then go for it.

Anne Degenhardt: Is that what you want to achieve with the accelerator “SheGenerate”? What do you offer (female) entrepreneurs in Ireland?

Mary McKenna: We’re a social enterprise. We call it “profit making, not profit taking”.  More than trying to make a financial reward, it’s a passion project for us. It’s a community for women founders and a way for women founders to meet each other and to have a place where they can collaborate. “SheGenerate” is a standard accelerator where we do teach early stage founders the basics (business plan, validation, value proposition, investor readiness). We do it really because we want to make a difference.  We’re three years in and we’ve got 3.000 women in our wider community.  We have women coming from all parts of Ireland, not just big cities. It’s great seeing them making connections and growing their businesses. We measure all the metrics every month to see how everybody’s improving. It’s a nice community to be part of.

Anne Degenhardt: You say that one of the goals of this social enterprise is making strong and successful female role models, much more visible to younger females. In your opinion, why is it important to create more female role models?

Mary McKenna: Because there aren’t enough, and there are never enough.  It’s really important that you find the women and you give them a platform. It is about “you can’t be what you can’t see”. For younger people, if they don’t think that other people have done this before them, they don’t choose it as a route. In the household, women are the people that make most of the buying decisions. Therefore, they should be able to buy products and services from other women, not just from men.

Anne Degenhardt: What about female angel investors? How do you help them with AwakenAngels? Do you think female business angels need “special treatment”?

Mary McKenna: I hate to say this, but I think that they do. I did some research and I learned that Germany is the European country that has the highest proportion of women business angels. You’ve got a very active angel ecosystem that a lot of women are involved in.  Ireland is very far behind. Nobody knows what the stats are but I believe that less than 2% of the business angels in Ireland are women. I think that women make decisions in a different way from men. I think they like to have knowledge and the know-how. And when they have that, it takes away some of the risk and they can make a decision. Angel investment is a risky endeavour. Joining syndicates and learning from more experienced people is a way of spreading risk and making it a little bit less scary. The other thing is technology that has really started to modernize the angel investing landscape. If your syndicate has a very efficient platform underpinning it, it takes a lot of the drudgery out of the administration. What that does is allowing to reduce the size of your ticket. So instead of people needing to have 10,000 euro or 25,000 euro to get started, with our syndicate they can come in for 2,000. That makes it more attractive for new investors to try it out and see if they like it. We think that they will. We think that once they get started and they start building their portfolio, they’ll be as addicted to investing as the rest of us are.

Anne Degenhardt: In an interview, you indicated that only about half of what you do is listed on LinkedIn and yet that you love everything that you are involved in these days, and that makes it less work and more fun. Maybe you can tell us a secret. What is one thing that you do that is not listed on LinkedIn and why are you passionate about it?

Mary McKenna:  One of the great luxuries about being an exited founder is that you can actually do whatever you like. Your time is your own and you can decide how you spend it. One of the projects that isn’t on my LinkedIn is that I’m an entrepreneur in residence at my local girls’ school in Ireland, St. Mary’s College in Derry. It’s a pro bono position that I’ve been doing for about four or five years.  I used to run monthly workshops for them about starting your own business, careers in STEM (Science, Technology, Engineering and Mathematics), generally thinking about entrepreneurship as an alternative and answering all the questions about their career journeys that their teachers and their parents couldn’t or wouldn’t.  These days I resource the best women speakers for Global Entrepreneurship Week for them in November.

Anne Degenhardt: I think that’s really important. Nice that you’re already forming the next generation in your region.

Mary McKenna: Absolutely. The future of work is very uncertain for young people because of all the changes happening with AI, machine learning and robotics.  Their parents just want them to become doctors, architects, accountants, lawyers, and these might be professions that in 10 years’ time perhaps they don’t exist.

Anne Degenhardt: As the award winner this year for “Europe’s Female Angel Investor of the Year”, do you see an opportunity to use the award to increase your ambassador activities as a female investor in Ireland but also in Europe?

Mary McKenna: I have to say that I am delighted to be the first Irish winner of the award. Very, very happy indeed. I’m not somebody that often enters awards, and it was one of my colleagues that put me forward for this. She didn’t really tell me, but once I was shortlisted, I was very excited. And of course, I’m going to use it to promote our mission and to collaborate with other angel syndicates in Europe and with other women’s groups. We’ve already met a number of them through your organization and so we’re very grateful for that. Let’s put this next 12 months to good use.

Anne Degenhardt: What are your hopes and wishes for the Angel investing future, especially the female Angel investing future?

Mary McKenna: I dream about a future where women in business generally are equal partners and are taken more seriously and are more visible. The “30%-club” – I am not always a great fan of quotas – has worked well for getting women into positions on corporate boards. Maybe we need something like that in terms of investment. Perhaps it’s time to think about that. And I dream about a world where women have more control over their money and their finances and where they have full information about what they can invest their money in. I also think that for women bringing their professional skills to help other women is great opportunity. That “women backing women” campaign is very compelling for us.  We’re really keen to collaborate with any other European syndicates. So, if anyone out there would like to work with an Irish syndicate, please get in touch with us.

Anne Degenhardt: Thank you very much for your time, Mary. It was a pleasure talking to you.

Standardvertragswerk „Finanzierungsrunde“ jetzt als Version 2.0

Eines der Schwergewichte der GESSI Sammlung von Standardverträgen für die Finanzierung von Start-ups, das Standardvertragswerk Finanzierungsrunde von 2020, wurde einer Revision unterzogen und liegt jetzt in der Version 2.0 vor. Die entsprechende Arbeitsgruppe hat den 1. Relaunch abgeschlossen. Die juristische Federführung hatten Weitnauer Rechtsanwälte Steuerberater Partnerschaft mbB in Person von Rechtsanwalt Dr. Wolfgang Weitnauer inne.

Die bisherigen Dokumente sind um vier zusätzliche und weitere Anmerkungen ergänzt worden. Neu hinzugekommen sind ein Vollmachtsmuster, das Muster einer Ehegattenzustimmungserklärung gem. § 1365 BGB, das Muster einer Übernahmeerklärung für neu ausgegebene Geschäftsanteile sowie das Muster einer notariellen Niederschrift einer Gesellschafterversammlung zur Kapitalerhöhung und Satzungsänderung. Mit den insgesamt jetzt neun Dokumenten wird es den Nutzerinnen und Nutzern noch einfacher gemacht, eine Finanzierungsrunde umzusetzen, auch wenn dies nicht ohne zusätzliche rechtliche Beratung geschehen sollte.

Seit der Erstpublikation des GESSI Standardvertragswerks Finanzierungsrunde im Oktober 2020 ist dieses nahezu 20.000mal heruntergeladen worden und wird auch vielfältig angewendet. Das Ziel, einen neuen Standard zu setzen, ist erreicht. Das ist insbesondere dadurch gelungen, dass die beurkundungspflichtigen Exit-Regeln aus der Beteiligungs- und Gesellschaftervereinbarung in die Satzung genommen wurden. Ähnliches gilt für solche Fälle, in denen Gründerinnen und Gründer das Unternehmen verlassen. Entsprechend den internationalen Standards entfällt damit beim Abschluss einer Beteiligungs- und Gesellschaftervereinbarung für eine GmbH, nicht nur für eine AG, die Beurkundungspflicht. Es genügt die Unterschrift, z.B. auch über DocuSign. Diese Gestaltung hat sich bewährt und sehr kostensparend ausgewirkt.

Finanzierungsrunde (standardsinstitute.de)

ZukunftsfinanzierungsG vom Bundeskabinett beschlossen

Die Bundesregierung hat den Entwurf eines Zukunftsfinanzierungsgesetzes, der u.a. die Möglichkeiten der Mitarbeiterbeteiligung verbessern soll, beschlossen und damit auf den parlamentarischen Weg gebracht. Als Änderungen gegenüber dem Referentenentwurf sind aus Business Angels Sicht insbesondere zu erwähnen:

Die steuerlichen Freibetragsregelungen des INVEST Zuschusses werden an die neue Richtlinie vom 06.02.2023 mit Wirkung für das Steuerjahr 2023 angepasst. Demnach beträgt die Steuerfreiheit für den Erwerbszuschuss nun 25 % statt 20 % der Anschaffungskosten, während der Steuerfreibetrag für den Exitzuschuss nun auf 25 %, statt vorher 80 % der Anschaffungskosten begrenzt ist. 

Bei der Mitarbeiterbeteiligung sind mit einer sehr wichtigen Ausnahme die Ansätze des Referentenentwurfs erhalten geblieben. Nicht übernommen wurde die Möglichkeit einer Pauschalbesteuerung von 25 % anstelle der anhand der individuellen Lohnsteuerabzugsmerkmale nachzuholenden Besteuerung. Da dies einer der wichtigsten Beiträge zu Klarheit und Transparenz bei der Besteuerung der Mitarbeiterbeteiligung gewesen wäre, ist dies sehr zu bedauern.

Die gemeinsame Pressemitteilung des Bundesministeriums der Finanzen und des Bundesministeriums der Justiz finden Sie hier: Bundesfinanzministerium – Zukunftsfinanzierungsgesetz im Kabinett: Wichtiger Impuls für neues Wachstum

Die Gründerinnenszene erhält Aufschwung durch neue Förderrichtlinie EXIST-Women

Mit der neuen Förderrichtlinie EXIST-Women, die am 7. Juli 2023 veröffentlicht wurde, schafft das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) die Möglichkeit für gründungsinteressierte und gründungsaffine Frauen an ihren Hochschulen, sich mit den Themen rund um Gründung und Selbstständigkeit im Beruf zu beschäftigen.

Eines der Ziele der Start-up Strategie der Bundesregierung ist die Stärkung von Gründerinnen und Diversität im Ökosystem. Es gibt zwar eine bereits steigende Tendenz der Gründerinnenquote in den letzten Jahren – ersichtlich in der EXIST-Förderstatistik. Aber eines steht fest: Das Potenzial an innovativen und ambitionierten Gründerinnen ist groß. Die Start-up Szene ist, was die Geschlechterverteilung in den Gründungsteams angeht, immer noch männlich geprägt – auch bei Investor*innen ist es ähnlich (was Business Angels Deutschland e. V. (BAND) mit der Awareness-Kampagne „Women Angels Mission ’25“ für mehr Diversität im Angel Ökosystem tut, erfahren Sie hier).

Die neue Förderrichtlinie EXIST-Women soll die Gründerinnenquote heben und das Potenzial weiblicher Gründerinnen weiter ausschöpfen.

Wer wird angesprochen?

  • Absolventinnen, Wissenschaftlerinnen, Studentinnen sowie Frauen mit Berufsabschluss und Bezug zur Hochschule sollen mit der EXIST Women Förderrichtlinie motiviert werden, zu gründen.

Was beinhaltet die Förderrichtlinie?

  • Veranstaltungs-, Beratungs- und Betreuungsangebote sowie einen finanziellen Zuschuss für angehende Gründerinnen

Wer ist antragsberechtigt?

  • Hochschulen und Forschungseinrichtungen, deren Gründungsnetzwerk Beratungsangebote für Gründerinnen etabliert hat oder deren Aufbau plant und optional Stipendiatinnenverträge mit Gründerinnen abschließen möchte

Antragsfrist

  • Die Anträge müssen bis zum 30. September 2023 eingereicht werden.

Mehr Informationen rund um EXIST Women finden Sie hier.